
Kooperation: SKZ – Das Kunststoff-Zentrum und InQu Informatics wollen Zusammenarbeit vertiefen
Forschungsprojekt: Beide Partner möchten gemeinsam ein Energiekennzahlen-System für die kontinuierliche Prozessindustrie entwickeln
Transformation: Erfahrungen der diskreten Fertigung sollen auf die kontinuierliche Kunststoffverarbeitungsverfahren übertragen werden
Dresden/Würzburg, 14. Juni 2011 – InQu Informatics, Spezialist für die Optimierung von Fertigungsprozessen, und SKZ – Das Kunststoff-Zentrum wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Beide Partner streben ein gemeinsames Forschungsprojekt an, das auf die Entwicklung eines zuverlässigen Energiekennzahlensystems ausgerichtet ist. Im Rahmen der Zusammenarbeit plant das SKZ die Implementierung der MES-Komponente fastflow.MIS von InQu Informatics.
Innovativer Forschungsansatz: Energieeinsparpotentiale in der Kunststoffindustrie ermitteln
Die Kunststoffindustrie ist in besonderem Maße auf Innovationen angewiesen. Technologisch anspruchsvolle Produktions-, Verarbeitungs- und Umwandlungsprozesse können durch die Optimierung und Flexibilisierung effizienter und kostengünstiger gestaltet werden. Wichtige Indikatoren für die Effizienz eines Prozesses sind die Key Performance Indicators (KPI) oder auch Kennzahlen. Diese informieren in konzentrierter Form über die Effektivität eines Fertigungsprozesses und bilden die Basis für eine nachfolgende Prozessoptimierung.
In der Fertigung relevante Kennzahlen (siehe auch VDMA-Richtlinie 66412‑1) werden für die Energiebilanz von Produktionsprozessen immer bedeutsamer. Angesichts knapper werdender Ressourcen ist die Entwicklung von Energiekennzahlen eines der wichtigsten Instrumente für die Überwachung und Optimierung des Betriebsprozesses. Das gemeinsame Forschungsprojekt von SKZ und InQu zielt darauf ab, Erfahrungen aus der diskreten Fertigung auch auf den Bereich der kontinuierlichen Kunststoffverarbeitungsprozesse zu übertragen. Ein Novum, denn für diesen Bereich gibt es bisher kein aussagefähiges System, das innerhalb der jeweiligen Unternehmen als Entscheidungsgrundlage dienen kann.
InQu und SKZ planen deshalb ein gemeinsames Forschungsprojekt zur Entwicklung eines umfassenden und transparenten Systems von Energiekennzahlen. Ziel ist eine nachhaltige Senkung von Energiekosten auf der Fertigungsebene.
Im Projekt wird das SKZ – Das Kunststoff-Zentrum die MES-Komponente fastflow.MIS von InQu Informatics in ihrem Fertigungsbereich implementieren. Diese hat sich bereits in der diskreten Fertigung zur Erstellung von Kennzahlen bewährt.
Kennzahlenerfassung mit der MES-Komponente fastflow.MIS
Anlagen- und Auftrags-Monitoring sowie Störungs- und Wartungsmanagement zählen zu den wichtigsten Funktionen der MES-Komponente fastlow.MIS. Das System erfasst Betriebs- bzw. Maschinendaten, wodurch die Prozessregelung kontinuierliche Zustandsmeldungen aus der Fertigungspraxis erhält. Das ist eine Grundvoraussetzung – sowohl für eine lückenlose Überwachung und Analyse als auch für die kontinuierliche Optimierung der laufenden Produktion (z. B. über OEE/Overall Equipment Efficiency).
Das webbasierte System ist direkt an die Automatisierung angebunden und bietet eine Reihe von Vorteilen:
Energiekennzahlen ermöglichen energetische Produktionsplanung
Die Entwicklung von Energiekennzahlen aus der Erfassung von Maschinen- und Betriebsdaten über fastflow.MIS richtet sich an unterschiedliche Betriebsprozesse, wie z. B.:
Über die InQu Informatics GmbH
InQu Informatics ist ein Spezialist für die Optimierung von Produktionsabläufen. Das Unternehmen entwickelt seit rund 20 Jahren innovative MES-Lösungen (Manufacturing Execution Systems), die dazu beitragen, die Lücke zwischen ERP-System und Produktion zu schließen. Die skalierbaren und mehrsprachigen Lösungskomponenten von InQu Informatics werden heute von Kunden in 25 Ländern erfolgreich eingesetzt. Sie beinhalten Planungs-, Steuerungs- und Qualitätssicherungsfunktionen, aber auch Funktionen für das Management und die Auswertung von Fertigungsprozessen.
Das Manufacturing Execution System InQu.MES entspricht der Richtlinie VDI 5600. Es liefert das Instrumentarium zur sicheren Beherrschung aller Produktions-, Qualitäts- und Logistikprozesse im Unternehmen. Durch den Einsatz der .NET-Technologie von Microsoft lässt sich InQu.MES schnell in allen produzierenden Branchen weltweit implementieren und von den Anwendern intuitiv bedienen. Die einzelnen Funktionsblöcke von InQu.MES werden in drei Module (Prozessmanagement, Qualitätsmanagement, Informationsmanagement) geteilt. Diese lassen sich je nach Bedarf unabhängig oder auch im Verbund mit anderen Systemen einsetzen. Weitere Informationen über InQu Informatics finden Sie im Internet unter www.inqu.de.
Über SKZ – Das Kunststoff-Zentrum
SKZ – Das Kunststoff-Zentrum ist eines der größten Kunststoffinstitute Deutschlands. Als Partner der Kunststoffindustrie führt das SKZ seit nunmehr 50 Jahren u. a. Qualitätsprüfungen und Gütesicherung durch. Darüber hinaus ist das SKZ Marktführer für Weiterbildung und Wissenstransfer im Bereich Kunststoff mit mehr als 10.000 Teilnehmern jährlich. Das SKZ betreibt zudem aktive Forschung, mit deren Hilfe Produkte sowie Produktionstechnologien marktgerecht entwickelt und verbessert werden können. Nicht zuletzt bietet das SKZ mit der Zertifizierung von Managementsystemen die beste Voraussetzung für Leistungsfähigkeit und wirtschaftlichen Erfolg. Weitere Informationen über das Kunststoff-Zentrum SKZ finden Sie im Internet unter www.skz.de.
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