In dieser Infografik zum Thema "Tipps für die Auswahl einer Software für Abfallmanagement" haben wir Ihnen ausgesuchte Tipps für die Software für Abfallmanagement sowie wichtige Module und Funktionen für die Abfallmanagement Software zusammengestellt. Diese Tipps und Funktionen stellen nur einen Auszug aus den umfangreicheren Informationen unserer Software-Tipps für die Auswahl von Software für Abfallmanagement dar.
| Einsatzbereich | Typische Anforderungen | |
| Betriebliches Abfallmanagement | Abfallerfassung, Abfallschlüssel, Sammelstellen, Behälter, Entsorgerverwaltung, Entsorgungsnachweise, Abfallbilanzen und Auswertungen | |
| Entsorgungsunternehmen | Kunden- und Vertragsverwaltung, Auftragsannahme, Disposition, Tourenplanung, Fahrzeugmanagement, Wägedaten, Leistungsabrechnung und Nachweisverwaltung | |
| Recycling- und Verwertungsbetriebe | Erfassung eingehender Mengen, Abfallarten- und Schlüsselverwaltung, Wägedaten, Dokumentation sowie Auswertung von Verwertungs- und Recyclingquoten | |
| Sammel- und Transportorganisationen | Sammelstellen-Management, Behältermanagement, Tourenoptimierung, mobile Datenerfassung, Fahrzeugortung, Telematik und Füllstandsüberwachung | |
| Organisationen mit besonderen Stoff- oder Gefahrgutanforderungen | Gefahrstoff- und Gefahrgutverwaltung, dokumentierte Entsorgungswege, Nachweise, Mengenverwaltung sowie geregelte Zugriffs- und Freigabeprozesse |
Die Anforderungen unterscheiden sich deutlich, je nachdem, ob Sie Abfälle erzeugen, befördern oder entsorgen. Abfallerzeuger benötigen vor allem Abfallerfassung, Entsorgerverwaltung und Nachweisführung, Entsorgungsbetriebe zusätzlich Kunden-, Auftrags- und Dispositionsfunktionen. Klären Sie vorab, ob die Lösung mehrere Rollen abbildet und ob sich der Funktionsumfang modular erweitern lässt.
Die Abfallarten- und Abfallschlüsselverwaltung ist die Datengrundlage für Dokumentation, Nachweise und Auswertungen. Fragen Sie nach, ob das Abfallverzeichnis nach AVV mitgeliefert wird, wie Aktualisierungen eingespielt werden und ob gefährliche Abfälle gekennzeichnet sind. Prüfen Sie außerdem, ob bei der Erfassung Plausibilitätsprüfungen greifen.
Fallen nachweispflichtige gefährliche Abfälle an, sollte die Lösung Entsorgungsnachweise, Begleit- und Übernahmescheine, die erforderliche elektronische Signatur sowie die Registerführung abdecken. Klären Sie, ob der Datenaustausch mit den zuständigen Stellen im Standard enthalten ist. Hilfreich sind Erinnerungsfunktionen, die auf auslaufende Nachweise, Verträge und Zertifikate von Entsorgungsfachbetrieben hinweisen.
Die Gewerbeabfallverordnung verlangt den Nachweis der Getrennthaltung sowie die Dokumentation von Gemischen und Vorbehandlung. Prüfen Sie, ob sich Anfallstellen, Sammelstellen und Behälter je Abfallart strukturiert abbilden lassen. Wichtig ist, dass die erzeugten Belege bei Behördenanfragen oder Audits ohne Nacharbeit bereitstehen.
Belastbare Abfallbilanzen setzen zuverlässige Mengendaten voraus. Prüfen Sie die Anbindung an Ihre Wiegeeinrichtungen sowie die Möglichkeiten zur Wägedatenverwaltung, zum Behältermanagement und gegebenenfalls zur Füllstandsüberwachung. Klären Sie auch, wie das System mit geschätzten Mengen und mit nachträglichen Korrekturen umgeht.
Setzen Sie eigene Fahrzeuge ein oder organisieren Sie umfangreiche Sammelprozesse, sind Tourenplanung, dynamische Disposition und Fahrzeugortung relevant. Prüfen Sie ergänzend die mobile Datenerfassung durch das Fahrpersonal. Achten Sie darauf, ob die mobile Anwendung auch ohne Netzverbindung nutzbar ist und Daten später synchronisiert.
Fragen Sie gezielt nach Abfallbilanzen, Mengenentwicklungen je Abfallschlüssel sowie nach der Berechnung von Verwertungs- und Recyclingquoten. Klären Sie, ob eigene Berichte und Kennzahlen definiert und Daten exportiert werden können. Ist eine CO2-Bilanz enthalten, lassen sich Transport- und Entsorgungswege zusätzlich unter Emissionsgesichtspunkten betrachten.
Prüfen Sie, ob Preise und Konditionen je Entsorger und Abfallart hinterlegt werden können. Ein Abgleich von Auftrags-, Wäge- und Rechnungsdaten macht Abweichungen nachvollziehbar und erleichtert die Rechnungsprüfung. Klären Sie außerdem, wie Kosten auf Standorte, Bereiche oder Kostenstellen verteilt werden.
Ein großer Teil des Nutzens entsteht erst, wenn Daten nicht doppelt erfasst werden müssen. Häufig relevant sind Anbindungen an ERP und Finanzbuchhaltung, an Waagensoftware, an Telematiksysteme sowie an das Dokumentenmanagement zur revisionssicheren Ablage. Klären Sie, welche Schnittstellen standardisiert vorliegen und welcher Aufwand für individuelle Anbindungen entsteht.
Abfallrechtliche Vorgaben und Meldeverfahren ändern sich regelmäßig. Lassen Sie sich erläutern, wie Anpassungen bereitgestellt werden und ob diese in den Wartungskosten enthalten sind. Fragen Sie ergänzend nach Datenübernahme aus Altsystemen, Schulungskonzept, Ansprechpartnern im Support und Reaktionszeiten.