Der Begriff „Füllstandsüberwachung“ bezeichnet die kontinuierliche oder regelmäßige Erfassung und Überwachung des Füllstands von Behältern, Tanks, Silos, Lagern oder anderen Speichereinheiten. Mithilfe von Sensoren und angebundenen Softwaresystemen werden aktuelle Messwerte erfasst, visualisiert und ausgewertet, um Überfüllungen, kritische Mindestbestände, Versorgungsengpässe oder unerwartete Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Die Füllstandsüberwachung wird unter anderem in Produktion, Logistik, Chemie, Lebensmittelindustrie, Energieversorgung, Landwirtschaft sowie im Wasser- und Abwassermanagement eingesetzt.
Erfassung von Füllständen: Automatische Übernahme von Messwerten aus Sensoren, Messgeräten, Maschinen oder IoT-Systemen.
Echtzeitüberwachung: Kontinuierliche Anzeige aktueller Füllstände von Tanks, Behältern, Silos oder anderen Speichereinheiten.
Grenzwertüberwachung: Definition von Mindest-, Höchst- und kritischen Füllständen sowie automatische Prüfung auf Über- oder Unterschreitungen.
Warnungen und Alarme: Automatische Benachrichtigung bei kritischen Füllständen, Überfüllungsgefahr, ungewöhnlichem Verbrauch oder möglichen Störungen.
Visualisierung: Grafische Darstellung von Füllständen, beispielsweise als Pegelanzeige, Dashboard, Diagramm oder Anlagenübersicht.
Verbrauchs- und Verlaufsanalyse: Speicherung und Auswertung historischer Messwerte zur Analyse von Verbrauch, Befüllung, Entnahme und Bestandsentwicklung.
Bedarfsprognosen: Berechnung des voraussichtlichen Zeitpunkts, zu dem ein Mindestfüllstand erreicht wird oder eine Nachversorgung erforderlich ist.
Automatische Nachbestellung: Auslösung von Bestell-, Liefer- oder Nachfüllprozessen, sobald definierte Bestands- oder Füllstandsgrenzen erreicht werden.
Fernüberwachung: Zentrale Überwachung räumlich verteilter Tanks, Silos oder Behälter über Web-, Cloud- oder mobile Anwendungen.
Schnittstellen und Systemintegration: Austausch von Füllstandsdaten mit ERP-, MES-, Lager-, Produktions-, IoT- oder Prozessleitsystemen.
Ein Produktionsunternehmen überwacht den Füllstand von Rohstoffsilos und erhält automatisch eine Warnung, sobald ein definierter Mindestbestand unterschritten wird.
Ein Chemiebetrieb überwacht Flüssigkeitstanks und löst bei einem kritischen Höchststand einen Alarm aus, um eine Überfüllung zu vermeiden.
Ein Lebensmittelhersteller erfasst kontinuierlich die Füllstände von Tanks für flüssige Rohstoffe und plant auf Basis der Verbrauchsdaten rechtzeitig neue Lieferungen.
Ein Energieversorger überwacht Brennstoff- oder Kraftstofftanks an mehreren Standorten zentral und organisiert die Nachversorgung anhand aktueller Füllstände.
Ein landwirtschaftlicher Betrieb überwacht Futter-, Dünger- oder Getreidesilos und lässt sich den voraussichtlichen Zeitpunkt für eine notwendige Nachbestellung berechnen.
Ein Wasserwerk überwacht Speicher- und Behälterfüllstände und steuert Pumpen abhängig von definierten Pegelgrenzen.