Kaarst, 27. Okt 2026 - Seit ihrer Gründung im Jahr 2022 bietet MEYER RE Drittkunden und internationalen Auftraggebern ein umfassendes Angebot an Werftdienstleistungen aus einer Hand. Das Service-Portfolio reicht von der Bereitstellung von Originalersatzteilen über Refit- und Modernisierungsleistungen, Offshore-Projekte und modulare Bauvorhaben bis hin zur Planung und Realisierung von Innenräumen auf Schiffen und Gebäuden. Das Unternehmen koordiniert sämtliche Serviceaktivitäten, fungiert als zentraler Ansprechpartner für alle Kundenbelange und garantiert dabei eine individuelle und ganzheitliche Projektbetreuung. Bei Bedarf wird auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern gesteuert. Hinsichtlich der software-seitigen Abwicklung des komplexen Projektgeschäfts ist größtmögliche Flexibilität gefragt, die die zunächst eingesetzte, hauptsächlich auf das Finanzwesen und Controlling zugeschnittene Geschäftssoftware nicht liefern konnte. Daher fiel im Herbst 2025 die Entscheidung für die Implementierung des durchgängigen Multiprojektmanagement-Systems ams.erp, das explizit die Anforderungen mittelständischer Einzel-, Auftrags- und Variantenfertiger berücksichtigt.
Die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells der MEYER RE machte 2025 die Einführung eines neuen ERP-Systems notwendig und bot den Verantwortlichen zugleich die Möglichkeit, eine durchgängige Lösung zu finden, die das eigene Geschäftsmodell deutlich besser abbildet als zuvor. Henning Jongebloed, Head of Sales des jungen Unternehmens, beschreibt die Ausgangssituation: „Kreuzfahrtschiffe sind schwimmende Gebäude. Ihre Umbauten sind keine Produkte im klassischen Sinne, sondern zu einhundert Prozent reines Projektgeschäft. Selbst solche Projekte, die wir als Serie einstufen, unterscheiden sich immer noch sehr stark voneinander.“
Der Grund hierfür liegt in den stets individuellen und spezifischen Kundenwünschen. Gefragt war demnach eine Software, die ähnlich wie im Sonderanlagenbau zahlreiche Gewerke, Lieferanten und Unterauftragnehmer steuern und zugleich mit einer großen Teilevielfalt umgehen kann. Gerade vor dem Hintergrund der terminlichen Komplexität in der Projektabwicklung sollte sie zudem in der Lage sein, die jeweils anstehenden Beschaffungs-, Fertigungs- und Montageabläufe effizient zu planen und so frühzeitig wie möglich anzustoßen, um die Finanzierung der Aufträge zu sichern und um marktfähige Lieferzeiten zu erreichen.
Der Evaluierungsprozess, der im Frühjahr 2025 begann, wurde von der Osnabrücker Steuerberatungskanzlei PKF WMS GmbH unterstützt. Im Anschluss an eine von den Experten durchgeführte Prozessanalyse entstand ein gemeinsam verfasstes Lastenheft, das mehrere Anbieter erhielten. Recht schnell kristallisierte sich anschließend heraus, dass ams.erp die größte funktionale Schnittmenge besaß, woraufhin bereits Anfang September 2025 die finale Entscheidung zugunsten der Branchensoftware mit Fokus auf die Losgröße 1+ fiel.
Exakte Kalkulation und unternehmensweite Kapazitätenplanung
Drei Aspekte hebt die ERP-Projektverantwortliche Tanja Weinmann als wesentliche Auswahlkriterien hervor. Als erstes verweist sie auf das O-Teilemanagement, das es erlaubt, Sonderteile mit und ohne Artikelnummern durch den gesamten Auftrag zu führen. Somit beschränkt sich die Pflege des Artikelstamms auf die tatsächlich wiederverwendeten Teile. Ein weiteres zentrales Argument war die jederzeit aktuelle Übersicht über die Projektkostenentwicklung dank der exakten mitlaufenden Kalkulation, die ams.erp im Standard mitbringt. Als dritten zentralen Punkt nennt die Expertin für Strategie und Entwicklung das integrierte Projektmanagement-Cockpit ams.project für die automatisierte, unternehmensweite Termin-, Budget- und Ressourcenplanung.
Insgesamt soll die neue ERP-Software, die bereits am 1. Januar 2026 nach nur zwei Monaten Implementierungszeit in den Echtbetrieb ging, allen berechtigten Mitarbeitenden die durchgängige Projektnachvollziehbarkeit von der ersten Anfrage über die Durchführung bis hin zur Nachkalkulation liefern. Damit und mit der in einer weiteren Ausbaustufe geplanten Einführung des integrierten Rechnungswesens ams.finance steht die wirtschaftliche Entwicklung des jungen Unternehmens auf einem soliden Fundament.