Unter „Automatische Planung der LPA-Layer“ versteht man eine Softwarefunktion zur automatisierten Terminierung und Zuordnung von Layered Process Audits (LPA). Bei diesem Auditansatz prüfen Mitarbeitende unterschiedlicher Hierarchie- bzw. Verantwortungsebenen („Layer“) regelmäßig, ob definierte Prozessstandards eingehalten werden. Die Software erstellt dafür anhand hinterlegter Auditfrequenzen, Verantwortlichkeiten, Bereiche und weiterer Planungsregeln automatisch die erforderlichen Audittermine und weist sie den vorgesehenen Auditoren oder Managementebenen zu.
Die einzelnen LPA-Layer können beispielsweise Teamleiter, Produktionsverantwortliche, Qualitätsverantwortliche oder höhere Managementebenen repräsentieren. Welche Layer, Rollen und Prüffrequenzen verwendet werden, wird dabei unternehmens- und prozessspezifisch festgelegt. Die automatische Planung soll insbesondere sicherstellen, dass die vorgesehenen Audits regelmäßig, nachvollziehbar und ohne hohen manuellen Planungsaufwand durchgeführt werden.
Definition von Audit-Layern: Festlegung unterschiedlicher LPA-Ebenen und Zuordnung von Rollen, Funktionen oder Managementstufen.
Festlegung von Auditfrequenzen: Definition, wie häufig einzelne Layer bestimmte Prozesse, Bereiche oder Produktionslinien prüfen sollen.
Automatische Terminplanung: Generierung von Auditterminen anhand der hinterlegten Frequenzen und Planungsregeln.
Automatische Auditorenzuordnung: Zuordnung geeigneter Mitarbeiter oder Führungskräfte zu den jeweiligen Audits entsprechend ihrer Rolle oder ihres LPA-Layers.
Bereichs- und Prozesszuordnung: Verknüpfung der Auditplanung mit Produktionsbereichen, Arbeitsplätzen, Prozessen, Linien oder Standorten.
Schichtbezogene Planung: Verteilung von Audits auf unterschiedliche Schichten oder Betriebszeiten, sofern dies für den jeweiligen Prozess erforderlich ist.
Planungskalender: Übersicht über geplante, fällige, erledigte und überfällige LPA-Audits.
Erinnerungen und Eskalationen: Automatische Benachrichtigung der zuständigen Auditoren sowie Eskalation bei nicht fristgerecht durchgeführten Audits.
Automatische Neuplanung: Verschiebung oder Neuzuweisung eines Audits, wenn ein Auditor nicht verfügbar ist oder ein geplanter Termin nicht durchgeführt werden kann.
Checklisten-Zuordnung: Automatische Bereitstellung der für den jeweiligen Prozess, Standort oder Audit-Layer vorgesehenen Prüffragen.
Planerfüllungsanalyse: Auswertung, ob die geplanten Audits je Layer, Bereich und Zeitraum vollständig und termingerecht durchgeführt wurden.
Digitale LPA-Systeme verbinden die automatische Auditplanung häufig mit mobiler Auditdurchführung, zentraler Ergebniserfassung sowie der Nachverfolgung von Findings und Korrekturmaßnahmen.
Eine Produktionslinie soll regelmäßig durch verschiedene Führungsebenen geprüft werden. Die Software erzeugt automatisch die benötigten Audittermine für die jeweiligen LPA-Layer und weist sie den zuständigen Personen zu.
Teamleiter führen häufigere Shopfloor-Audits durch, während eine übergeordnete Managementebene in größeren Zeitabständen prüft. Das System berücksichtigt die unterschiedlichen Frequenzen automatisch bei der Terminplanung.
Ein Unternehmen betreibt mehrere Produktionsstandorte. Die Software verteilt die vorgesehenen LPA-Audits automatisch auf Standorte, Bereiche und verantwortliche Auditoren.
Ein geplanter Auditor ist zum vorgesehenen Termin nicht verfügbar. Das System verschiebt das Audit oder weist es entsprechend hinterlegter Regeln einem anderen geeigneten Auditor zu.
Ein Audit wurde bis zum Fälligkeitstermin nicht durchgeführt. Die Software kennzeichnet es als überfällig, informiert den zuständigen Auditor und kann eine Eskalation an die nächsthöhere Verantwortungsebene auslösen.