Der Begriff „granulare Restore-Funktion“ bezeichnet die Möglichkeit, Daten nicht nur als vollständiges System, komplettes Backup-Set oder gesamte Datenbank wiederherzustellen, sondern gezielt einzelne Elemente (z. B. einzelne Dateien, E-Mails, Datenbankobjekte oder Applikationsobjekte). Ziel ist es, Datenverluste schnell und präzise zu beheben, ohne unnötig große Datenbestände zurückspielen zu müssen und ohne längere Ausfallzeiten durch vollständige Restores zu verursachen.
Elementbasierte Wiederherstellung: Restore einzelner Dateien, Ordner, Objekte oder Datensätze statt kompletter Systeme.
Suche & Filter im Backup-Bestand: Durchsuchbarkeit von Sicherungen nach Namen, Metadaten, Zeitstempeln, Absender/Empfänger (z. B. bei E-Mails) oder Objektattributen.
Point-in-Time-Restore (gezielter Zeitpunkt): Wiederherstellung eines spezifischen Zustands zu einem definierten Zeitpunkt, z. B. vor einer Fehlkonfiguration oder Ransomware-Infektion.
Applikationsspezifische Restore-Optionen: Granulare Wiederherstellung für Anwendungen wie E-Mail-Systeme, Kollaborationsplattformen, Datenbanken, Verzeichnisdienste oder virtuelle Umgebungen.
Wiederherstellung einzelner Postfächer/Objekte: Restore einzelner E-Mails, Kalendertermine, Kontakte, Teams/Channels, SharePoint-Elemente oder ähnlicher Applikationsobjekte.
Datenbankobjekt-Restore: Wiederherstellung einzelner Tabellen, Schemata, Views, Stored Procedures oder einzelner Datensätze (je nach Produkt).
Restore in alternative Zielpfade oder Umgebungen: Wiederherstellung an einen anderen Speicherort, in eine Testumgebung oder in ein Quarantäne-Verzeichnis zur Prüfung.
Cross-Restore (abweichendes Zielsystem): Wiederherstellung auf einen anderen Server, Mandanten oder eine andere Instanz, sofern unterstützt.
Berechtigungs- und Versionshandling: Wiederherstellung inklusive Zugriffsrechten/ACLs sowie Auswahl bestimmter Dateiversionen.
Preview/Validierung vor Restore: Vorschau oder Prüfung von Inhalten/Metadaten, um den Restore exakt zu verifizieren.
Ein Anwender hat eine einzelne Projektdatei gelöscht – das IT-Team stellt nur diese Datei aus dem Backup wieder her, nicht den gesamten Datei-Server.
Nach einem Phishing-Vorfall wird eine bestimmte E-Mail inklusive Anhang aus der Sicherung wiederhergestellt, ohne das gesamte Postfach zurückzuspielen.
Eine Datenbank enthält fehlerhafte Änderungen – es wird gezielt eine einzelne Tabelle auf den Stand von gestern (Point-in-Time) zurückgesetzt.
Ein SharePoint-Dokument wurde überschrieben – die vorherige Version wird aus dem Backup ausgewählt und wiederhergestellt.
Nach einer Fehlkonfiguration in einer Anwendung werden nur betroffene Konfigurationsobjekte wiederhergestellt, statt die gesamte Applikation neu einzuspielen.