Der Begriff „Planung wiederkehrender PY Checks“ bezeichnet die softwaregestützte Planung, Terminierung und Dokumentation regelmäßig durchzuführender Poka-Yoke-Prüfungen (PY Checks). Dabei wird überprüft, ob technische oder organisatorische Maßnahmen zur Fehlervermeidung weiterhin ordnungsgemäß funktionieren und Fehler im Produktions- oder Arbeitsprozess zuverlässig verhindern beziehungsweise erkennen.
Solche Prüfungen sind insbesondere im Qualitätsmanagement und in der Fertigung relevant. Die Software unterstützt dabei, Prüfintervalle festzulegen, Verantwortlichkeiten zuzuweisen, Prüfergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren und bei festgestellten Abweichungen geeignete Maßnahmen einzuleiten.
Wiederkehrende Prüfplanung: Automatische Planung von Poka-Yoke-Prüfungen nach festgelegten Zeit-, Schicht-, Mengen- oder Produktionsintervallen.
Prüfpläne und Checklisten: Definition der zu prüfenden Poka-Yoke-Einrichtungen, Prüfschritte, Sollzustände und Bewertungskriterien.
Termin- und Intervallsteuerung: Festlegung beispielsweise täglicher, wöchentlicher, schichtbezogener oder produktionsabhängiger Prüfzyklen.
Aufgaben- und Verantwortlichkeitszuordnung: Zuweisung geplanter PY Checks an bestimmte Mitarbeiter, Teams, Arbeitsplätze oder Verantwortungsbereiche.
Erinnerungen und Eskalationen: Automatische Benachrichtigung bei bevorstehenden, fälligen oder überfälligen Prüfungen.
Digitale Erfassung von Prüfergebnissen: Dokumentation von Ergebnissen, Messwerten, Statusangaben, Kommentaren oder Fotos direkt in der Software.
Abweichungsmanagement: Erfassung fehlerhafter oder nicht funktionsfähiger Poka-Yoke-Einrichtungen und Einleitung entsprechender Korrekturmaßnahmen.
Nachverfolgbarkeit: Dokumentation, wann ein Check durchgeführt wurde, wer ihn ausgeführt hat und welches Ergebnis festgestellt wurde.
Auswertungen und Reporting: Analyse von Prüfergebnissen, überfälligen Checks, wiederkehrenden Fehlern und der Wirksamkeit von Poka-Yoke-Maßnahmen.
Ein Produktionsbetrieb plant für jede Schicht automatisch eine Funktionsprüfung eines Sensors, der das falsche Einlegen eines Bauteils verhindert.
Vor dem Start eines Fertigungsauftrags muss ein Mitarbeiter anhand einer digitalen Checkliste prüfen, ob eine Poka-Yoke-Vorrichtung korrekt funktioniert.
Eine Montageanlage fordert nach einer festgelegten Anzahl produzierter Teile automatisch einen erneuten PY Check an.
Wird eine vorgeschriebene Prüfung nicht rechtzeitig durchgeführt, informiert die Software den verantwortlichen Mitarbeiter und eskaliert die überfällige Aufgabe an den Qualitätsverantwortlichen.
Bei einem fehlgeschlagenen PY Check wird eine Abweichung dokumentiert und automatisch eine Korrekturmaßnahme beziehungsweise eine technische Überprüfung der Vorrichtung ausgelöst.