Der Begriff „Investitionsabzugsbeträge“ bezeichnet steuerliche Abzugsbeträge, mit denen Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen geplante Investitionen bereits vor der tatsächlichen Anschaffung oder Herstellung gewinnmindernd berücksichtigen können. In Deutschland ist dies insbesondere in § 7g EStG geregelt und betrifft vor allem künftige Investitionen in abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens. Ziel ist es, Liquidität zu schonen, Investitionen vorzubereiten und kleinere sowie mittlere Betriebe steuerlich zu entlasten. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
Erfassung geplanter Investitionen: Dokumentation geplanter Anschaffungen oder Herstellungsmaßnahmen mit voraussichtlichen Kosten, Investitionszeitpunkt und Wirtschaftsgutart.
Berechnung des Investitionsabzugsbetrags: Automatische Ermittlung des maximal möglichen Abzugsbetrags auf Basis der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Prüfung von Voraussetzungen: Unterstützung bei der Kontrolle relevanter Kriterien wie Gewinngrenzen, betriebliche Nutzung, Anlagevermögen und Investitionsfrist.
Verknüpfung mit Anlagenbuchhaltung: Übergabe geplanter oder realisierter Investitionen an die Anlagenbuchhaltung zur weiteren Abschreibung und Dokumentation.
Steuerliche Planung und Simulation: Darstellung, wie sich Investitionsabzugsbeträge auf Gewinn, Steuerbelastung und Liquidität auswirken können.
Rückgängigmachung und Korrekturen: Verwaltung von Fällen, in denen geplante Investitionen nicht, nicht rechtzeitig oder nicht wie vorgesehen durchgeführt werden.
Fristenüberwachung: Automatische Erinnerungen an relevante Investitions- und Nachweispflichten innerhalb der gesetzlichen Fristen.
Auswertungen und Reporting: Erstellung von Übersichten zu gebildeten, verwendeten, aufgelösten oder rückgängig gemachten Investitionsabzugsbeträgen.
Schnittstellen zur Finanzbuchhaltung: Übertragung steuerlich relevanter Werte in Buchhaltungs-, Steuerberatungs- oder Jahresabschlusssoftware.
Ein Handwerksbetrieb plant den Kauf einer neuen Maschine und berücksichtigt einen Teil der voraussichtlichen Investitionskosten bereits vorab steuerlich.
Ein kleines Produktionsunternehmen erfasst geplante Anschaffungen für technische Anlagen und prüft, ob die Voraussetzungen für einen Investitionsabzugsbetrag erfüllt sind.
Eine Kanzlei nutzt Buchhaltungssoftware, um Investitionsabzugsbeträge für geplante IT-Ausstattung zu berechnen und zu dokumentieren.
Ein Unternehmen simuliert, wie sich eine geplante Investition in einen betrieblich genutzten Transporter auf Gewinn und Steuerzahlung auswirkt.
Eine Finanzabteilung überwacht, ob gebildete Investitionsabzugsbeträge innerhalb der vorgesehenen Frist durch tatsächliche Investitionen genutzt werden.