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CLM-Software im Vergleich


Cloud vs. On-Premises, Schnittstellen & KI-Funktionen

Eine Entscheidungshilfe für Ihr Vertragsmanagement

Gerade mittelständische Unternehmen stehen bei der Digitalisierung ihres Vertragsmanagements vor einer entscheidenden Weichenstellung: Cloud, On-Premises oder Hybrid? Diese Architekturentscheidung beeinflusst nicht nur Investitionskosten und IT-Aufwand, sondern auch Integrationsfähigkeit und Sicherheit. Während Cloud-basierte CLM-Systeme mit Skalierbarkeit, planbaren Betriebskosten und schnellen Updates überzeugen, punkten On-Premises-Lösungen durch volle Datenhoheit, individuelle Anpassbarkeit und interne Compliance-Kontrolle.

Die Wahl der passenden Architektur für das digitale Vertragsmanagement ist daher weit mehr als eine reine IT-Entscheidung, sie bestimmt, wie flexibel Ihr Unternehmen auf neue rechtliche Anforderungen, Systemintegrationen und KI-gestützte Funktionen reagieren kann. Ziel dieses Artikels ist es, verschiedene CLM-Software-Modelle systematisch zu vergleichen und aufzuzeigen, worauf der Mittelstand bei der Auswahl des passenden Vertragsmanagementsystems achten sollte.

Ob Sie aktuell ein bestehendes System modernisieren oder erstmals in ein professionelles CLM investieren möchten, dieser CLM-Software-Vergleich liefert Ihnen die Entscheidungsgrundlage, um eine Lösung zu finden, die ebenso zukunftssicher wie Compliance-konform ist.

Architekturfrage im Fokus: Cloud vs. on-Premises vs. Hybrid

Die Wahl der passenden CLM-Architektur ist eine der zentralen Entscheidungen bei der Einführung eines Vertragsmanagementsystems. Dies gilt besonders für mittelständische Unternehmen, die zwischen Effizienz, Datensouveränität und Investitionssicherheit abwägen müssen. Jede Bereitstellungsform (Cloud, On-Premises oder Hybrid) bringt spezifische Vor- und Nachteile mit sich, die den späteren Betrieb und die Skalierbarkeit nachhaltig beeinflussen.

Cloud: Skalierbarkeit und Innovation aus der Wolke

Immer mehr Unternehmen setzen auf Cloud-basierte CLM-Lösungen, da sie einen schnellen Einstieg bei vergleichsweise geringem IT-Aufwand ermöglichen. 

Die wichtigsten Vorteile einer Cloud CLM-Architektur:

Die wichtigsten Vorteile einer Cloud CLM Architektur

 

  • Hohe Skalierbarkeit: Neue Benutzer, Standorte oder Mandanten lassen sich flexibel hinzufügen, ohne zusätzliche Hardware.

  • Automatische Updates: Der Anbieter sorgt für kontinuierliche Weiterentwicklung, Bugfixes und Sicherheitsupdates.

  • Sicherheit durch Provider: Seriöse Cloud-Anbieter erfüllen hohe Sicherheitsstandards (z. B. ISO 27001) und betreiben ihre Rechenzentren in der EU.

  • Kostentransparenz: Statt hoher Anfangsinvestitionen zahlen Unternehmen nutzungsabhängige Gebühren (Subscription-Modell).

Ein Nachteil kann die eingeschränkte Kontrolle über Datenflüsse sein, insbesondere für Unternehmen mit sensiblen Vertrags- oder Personendaten. Daher lohnt sich ein Blick auf Anbieter, die Sovereign-Cloud- oder EU-only-Hosting-Konzepte anbieten, um Compliance-Anforderungen besser abzudecken.

On-Premises: Maximale Kontrolle und Integrationsstärke

Für Unternehmen mit besonders hohen Sicherheitsanforderungen oder komplexen IT-Strukturen bleibt On-Premises-Software eine attraktive Option.

Die Installation in der eigenen Infrastruktur bietet mehrere Vorteile:

Maximale Kontrolle und Integrationsstärke

  • Volle Datenhoheit: Alle Vertragsdaten verbleiben im eigenen Rechenzentrum. Dies ist ein Pluspunkt für Branchen mit hohen Datenschutzauflagen.

  • Tiefe Integration: Anbindung an vorhandene Systeme (z. B. ERP, DMS, CRM) kann individuell umgesetzt werden.

  • Individuelle Anpassung: Workflows, Freigabeprozesse und Datenmodelle lassen sich exakt an die unternehmensspezifischen Abläufe anpassen.

Demgegenüber stehen jedoch höhere Initialkosten für Hardware, Implementierung und Wartung sowie der laufende Aufwand für Updates und Security-Patches. Ein On-Premises-Modell eignet sich daher besonders für Unternehmen mit eigener IT-Abteilung und klaren Governance-Strukturen.

Hybrid & Managed Hosting: Der flexible Mittelweg

Zwischen Cloud und On-Premises etabliert sich zunehmend eine dritte Möglichkeit. Das sind sogenannte Hybrid-Modelle oder Managed-Hosting-Lösungen.

Diese kombinieren die Vorteile beider Welten:

Hybrid und Managed Hosting

  • Flexibilität der Cloud bei gleichzeitiger Datenkontrolle durch On-Premises-Komponenten wie z.B. Server-Hardware, Speichersysteme, Identitäts- und Zugriffsmanagement, Sicherheitsinfrastruktur.

  • Managed Hosting entlastet interne IT-Ressourcen, da Wartung, Monitoring und Patches durch den Anbieter übernommen werden.

  • Optionale Datenspeicherung in EU-Rechenzentren sorgt für DSGVO-Konformität und Rechtssicherheit.

  • Einfache Skalierbarkeit durch modulare Nutzung, wie etwa bei neuen Standorten, Tochtergesellschaften oder Dienstleistern.

Gerade für mittelständische Unternehmen kann dieser Ansatz langfristig die beste Balance zwischen Sicherheit, Kostenkontrolle und Modernisierung darstellen. Hybrid-CLM-Systeme bieten zudem die Möglichkeit, schrittweise von bestehenden On-Premises-Lösungen in die Cloud zu migrieren, etwa durch hybride Synchronisationsmodelle für Dokumente, Verträge und Benutzerrechte.

💡 SoftGuide Praxis-Tipp:

Fragen Sie potenzielle Anbieter gezielt nach Cloud-Migrationstools und konfigurierbaren Hybrid-Szenarien. Diese sind besonders hilfreich, wenn Ihr Unternehmen künftig eine erweiterte Cloud-Strategie verfolgt, aber kurzfristig Compliance-Vorgaben erfüllt bleiben müssen.

Integrationen und Schnittstellen

Ein leistungsfähiges Contract Lifecycle Management (CLM)-System entfaltet seinen vollen Nutzen erst dann, wenn es sich nahtlos in die bestehende IT-Landschaft des Unternehmens integriert. Für mittelständische Betriebe ist dabei entscheidend, dass die Vertragsmanagement-Software nicht isoliert arbeitet, sondern Datenflüsse aus ERP-, CRM- und Dokumentenmanagement-Systemen intelligent miteinander verknüpft.

Die API- und Integrationsfähigkeit einer CLM-Software ist somit einer der größten Produktivitätshebel im Vertragsmanagement, sie entscheidet über Effizienz, Datenqualität und Automatisierungspotenzial.

Warum sind Schnittstellen im digitalen Vertragsmanagement entscheidend?

Viele Unternehmen kämpfen mit Datensilos: Vertragsinformationen liegen verteilt in unterschiedlichen Anwendungen, wodurch redundante Eingaben, Suchaufwand und Fehlerquellen entstehen. Moderne Vertragsmanagement-Lösungen brechen diese Silos auf und sorgen dafür, dass Vertragsdaten systemübergreifend nutzbar sind.

Ein offenes Schnittstellenkonzept bietet:

Ein offenes Schnittstellenkonzept bietet

  • Zentrale Datenhaltung: Vertragsdaten, Fristen und Statusinformationen werden in allen relevanten Systemen synchron gehalten.

  • Medienbruchfreie Workflows: Änderungen an Verträgen oder Freigaben laufen digital und ohne Systemwechsel.

  • Zeitersparnis und weniger Fehler: Automatische Synchronisierung reduziert manuelle Eingaben und ermöglicht korrekte Daten in Echtzeit.

Must-Have-Schnittstellen im Vertragsmanagement

Bei der Einführung einer CLM-Software sollten folgende Integrationen standardmäßig berücksichtigt werden, um Prozesse wirklich durchgängig zu gestalten:

Schnittstellen im Vertragsmanagemen

  • ERP-Systeme: Synchronisierung von Vertragswerten, Lieferanten-IDs und Zahlungsbedingungen.

  • CRM-Systeme: Verknüpfung von Kundenverträgen mit Ansprechpartnern und Verkaufschancen.

  • DMS/ECM-Systeme: Revisionssichere Ablage aller Vertragsdokumente, automatisches Versionieren.

  • Microsoft 365 / Outlook / Teams: Erstellung, Freigabe und Verwaltung von Verträgen direkt aus vertrauten Anwendungen heraus.

  • Workflow-Tools: Unterstützung individueller Genehmigungsprozesse, Erinnerung an Fristen oder Übergabe an Buchhaltungssysteme.

Viele moderne Systeme verfolgen eine API-first-Strategie, das heißt: Alle Funktionen des CLM sind auch über Schnittstellen ansprechbar. Das ermöglicht, eigene Business-Apps oder BI-Reports darauf aufzubauen, etwa zur Analyse von Vertragsrisiken, Lieferantenperformance oder Fristenabweichungen. 

CLM trifft KI: Intelligente Vertragsanalyse in der Praxis

Während klassische Vertragsmanagement-Systeme vor allem die zentrale Ablage und Steuerung von Dokumenten unterstützen, eröffnet Künstliche Intelligenz (KI) im modernen Contract Lifecycle Management (CLM) völlig neue Möglichkeiten. Wo früher manuelle Prüfungen, Excel-Listen und Kontrollläufe nötig waren, übernehmen heute Machine-Learning-Modelle und Natural-Language-Processing-Algorithmen (NLP) zeitaufwendige Routineaufgaben und das zuverlässig und skalierbar.

Gerade für den Mittelstand bedeutet das: weniger Rechtsaufwand, schnellere Durchlaufzeiten und höhere Transparenz über Vertragsrisiken.

Von der Texterkennung zur echten Contract Intelligence

Moderne CLM-Systeme setzen auf KI-basierte Module, die weit über einfache Texterkennung (OCR) hinausgehen. Sie sind in der Lage, juristische Inhalte zu erkennen, zu kategorisieren und automatisch zu bewerten. Das erlaubt Unternehmen, selbst große Vertragsvolumina effizient zu analysieren und rechtliche Risiken frühzeitig zu ermitteln.

Zentrale Anwendungsszenarien sind:

  • Klauselerkennung und -bewertung: Die KI identifiziert automatisch Standardklauseln, Abweichungen oder fehlende Passagen und schlägt Formulierungen aus der Klauselbibliothek vor.

  • Automatische Metadaten-Erfassung: Vertragsinhalte wie Laufzeiten, Beträge, Fristen und Partnerdaten werden beim Upload ausgelesen und strukturiert abgespeichert.

  • Risikobewertung und Scoring: Algorithmen analysieren Abweichungen von Vertragsrichtlinien oder Compliance-Vorgaben und geben ein Risikoprofil aus.

  • Predictive Alerts: KI-basierte Systeme erkennen bevorstehende Vertragsabläufe oder unvorteilhafte Klauselkombinationen und informieren zuständige Teams proaktiv.

Ein wachsender Trend ist zudem der Einsatz generativer KI im CLM: Sprachmodelle helfen bei der automatischen Erstellung von Vertragsentwürfen, kommentieren Abweichungen und generieren Zusammenfassungen für Managementberichte.

Vorteile für Rechtsabteilungen und Einkauf

Die Integration von KI-Tools entlastet nicht nur Juristen, sondern auch Fachabteilungen wie Einkauf oder Controlling:

  • Beschleunigte Vertragsprüfung: Routineaufgaben, z. B. die Identifikation von Zahlungsbedingungen oder Haftungsgrenzen, werden automatisiert.

  • Standardisierte Risikobewertung: Durch KI-Bewertungen erhalten alle Verträge eine einheitliche Compliance-Prüfung, unabhängig vom Bearbeiter.

  • Datenbasierte Entscheidungen: KI-gestützte Analysen liefern zentrale Kennzahlen für Vertragsperformance, Lieferantenbewertung und Nachverhandlungspotenzial.

  • Audit-Sicherheit: Jede automatische Auswertung wird dokumentiert und nachvollziehbar protokolliert. Das ist ein Vorteil bei ISO- oder Compliance-Audits.

Gerade in Unternehmen, die über Jahre gewachsene Vertragsbestände digitalisieren, kann KI dabei helfen, unstrukturierte Datenbestände zu erschließen. So wird aus reinem Vertragsmanagement echte Contract Intelligence, ein messbarer Wettbewerbsvorteil.

Reifegrad der KI im CLM: Evolution statt Revolution

Nicht alle KI-Funktionen am Markt sind gleich ausgereift. Viele Anbieter unterscheiden zwischen regelbasierten Systemen („wenn-dann-Logik“) und echten Machine-Learning-Modellen, die durch Training dazulernen.

Beim Softwarevergleich sollten Sie daher auf folgende Kriterien achten:

  • Gibt es vorkonfigurierte KI-Modelle für Vertragsinhalte (z. B. NDAs, Lieferantenverträge, Lizenzvereinbarungen)?

  • Unterstützt die KI mehrsprachige Dokumente?

  • Lassen sich eigene Klauselmodelle trainieren oder anpassen?

  • Ist die KI lokal erklärbar – also nachvollziehbar, wie Entscheidungen zustande kommen („Explainable AI“)?

Sicherheit und Compliance als Entscheidungskriterium

Sicherheit ist im Vertragsmanagement weit mehr als eine technische Pflicht, sie ist die Grundlage für Vertrauen, Rechtskonformität und nachhaltige Geschäftsprozesse. Ein modernes Contract Lifecycle Management-System muss daher nicht nur vertrauliche Vertragsinhalte schützen, sondern auch regulatorische Anforderungen wie die DSGVO und branchenspezifische Compliance-Vorgaben zuverlässig erfüllen.

DSGVO und Datensouveränität: Das Fundament digitaler Vertragsverwaltung

Seit Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) müssen Unternehmen nachweisen können, wo personenbezogene Daten gespeichert werden, zu welchem Zweck dies geschieht und wer darauf Zugriff hat.

Ein CLM-System unterstützt die Erfüllung dieser Anforderungen durch:

  • Transparente Datenflüsse: Alle Aktivitäten im Vertragsmanagement (Erfassung, Änderung, Zugriff) werden revisionssicher protokolliert.

  • Rechte- und Rollenkonzepte: Zugriff auf Vertragsdaten erfolgt nach dem Need-to-know-Prinzip.

  • Vertragslösch- und Anonymisierungsfunktionen: Daten können nach Ablauf gesetzlicher Aufbewahrungsfristen automatisiert gelöscht werden.

  • Hosting innerhalb der EU: Viele Anbieter gewährleisten DSGVO-Konformität durch Rechenzentren in Deutschland oder der EU, ideal für Unternehmen mit hohen Compliance-Anforderungen.

💡 SoftGuide Praxis-Tipp

Prüfen Sie, ob Ihr Anbieter ein Data Processing Agreement (DPA) anbietet, das den Umgang mit personenbezogenen Daten nach EU-Standardverträgen regelt.

ISO-Zertifizierungen und Sicherheitsstandards: Qualitätsnachweis für Anbieter

Ein starkes Indiz für die Sicherheit einer CLM-Software sind zertifizierte Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Folgende Standards und Zertifikate gelten als besonders vertrauenswürdig:

  • ISO 27001: International anerkannter Standard für Informationssicherheitsmanagement und Risikobewertung.

  • SOC 2 Type II: Nachweis über Sicherheits-, Verfügbarkeits- und Datenschutzkontrollen von Cloud-Anbietern.

  • TISAX (für die Automobilindustrie): Relevanter Standard, falls Sie mit OEMs oder Tier-Lieferanten zusammenarbeiten.

Solche Zertifizierungen signalisieren, dass Prozesse, Netzwerksicherheit und Datenzugriffe regelmäßig auditiert werden. Dies stellt einen klaren Vorteil gegenüber Anbietern ohne zertifizierte Sicherheitsarchitektur dar.

Zugriffskontrolle & Verschlüsselung: Schutz auf allen Ebenen

Eine sichere CLM-Lösung zeichnet sich nicht nur durch externe Zertifikate, sondern auch durch technische Schutzmaßnahmen im Tagesbetrieb aus:

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Verträge werden beim Transfer und in der Speicherung verschlüsselt (z. B. AES-256).

  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Sichert Benutzerzugänge gegen unbefugte Logins.

  • Mandantentrennung (Multi-Tenancy): Garantiert, dass Kundendaten strikt voneinander isoliert werden, besonders relevant beim Cloud-Betrieb.

  • Audit-Trails: Jede Änderung, Freigabe und Signatur wird nachvollziehbar dokumentiert, wichtig für Compliance und forensische Analysen.

Zusätzlich bieten einige Anbieter Zero-Trust-Architekturen, bei denen sämtliche Zugriffe standardmäßig überprüft und authentifiziert werden. Damit wird ein unbefugter Zugriff auf sensible Vertragsdaten effektiv verhindert.

Compliance als strategischer Faktor

Sicherheit ist kein einmaliges Projekt, sondern eine strategische Daueraufgabe. CLM-Systeme, die regelmäßige Audits, Update-Zyklen und Penetrationstests durchlaufen, bieten langfristig höhere Verlässlichkeit. Besonders im Hinblick auf gesetzliche Neuerungen, etwa die EU Data Act Regulation oder NIS2-Richtlinie, lohnt es sich, auf Anbieter mit klarer Roadmap und zertifizierten Partnern zu setzen.

Ein weiteres Plus: Durch standardisierte Compliance-Funktionen lassen sich auch interne und externe Audits schneller und transparenter durchführen, was Zeit und Ressourcen spart.

Fazit & Checkliste: Entscheidung auf den Punkt gebracht

Die Wahl der CLM-Software ist eine strategische Entscheidung, die die Zukunftsfähigkeit, Sicherheit und Effizienz im Umgang mit Verträgen bestimmt. Besonders für den Mittelstand ist ein strukturierter Vergleich der Optionen (Cloud/On-Premise, Integrationen, KI-Reife, Compliance) unerlässlich. Der ideale CLM-Anbieter sollte technologische Innovation, rechtliche Sicherheit und Branchenexpertise vereinen und die Lösung muss sich nahtlos in die bestehende Systemlandschaft einfügen und an zukünftige Anforderungen anpassbar sein.

Ihre Checkliste für die CLM-Software-Auswahl

Die folgende Übersicht hilft Ihnen, die wichtigsten Entscheidungskriterien systematisch zu bewerten und zu priorisieren:

Kriterium Fragen zur Bewertung Ziel/Nutzen

Systemarchitektur

Cloud, On-Premise oder Hybrid? Ist der Hosting-Standort EU-konform?

Passende Infrastrukturwahl für Sicherheit und Skalierbarkeit

Schnittstellen & Integration

Sind ERP-, CRM- und DMS-Systeme anbindbar? Besteht eine API-first-Strategie?

Vermeidung von Datensilos, durchgängige Workflows

KI-Funktionalitäten

Bietet die Software automatische Klauselanalyse, Metadatenerkennung und Risiko-Scoring?

Effizienzsteigerung durch intelligente Automatisierung

Sicherheitsstandards & Zertifikate

Ist der Anbieter ISO 27001- bzw. SOC 2-zertifiziert? Werden DSGVO und NIS2 erfüllt?

Nachweisbare Compliance und Datenschutzkonformität

Benutzerfreundlichkeit & Akzeptanz

Wie intuitiv ist die Oberfläche für Fachbereiche (z. B. Einkauf, Recht, Vertrieb)?

Förderung der Nutzerakzeptanz und Produktivität

Skalierbarkeit & Roadmap

Kann die Lösung mit Ihrem Wachstum mithalten? Gibt es eine Innovations- und Update-Strategie?

Zukunftssicherheit und Planbarkeit

Support & Service

Gibt es deutschsprachigen Support, Schulungen oder SLA-Vereinbarungen?

Sicherstellung von Betrieb und Anwenderunterstützung

Mit dieser Checkliste können Sie Anbieter objektiv vergleichen und eine fundierte Vorauswahl treffen. Eine einfache Methode: Bewerten Sie jedes Kriterium auf einer Skala von 1 (nicht erfüllt) bis 5 (sehr gut erfüllt) und gewichten Sie die Faktoren nach Ihrem individuellen Bedarf, etwa Sicherheit für sensible Branchen oder API-Fähigkeit bei digital vernetzten Unternehmen.

💡 SoftGuide Praxis-Tipp: Den CLM-Vergleich strategisch angehen

  • Pilotphase nutzen: Testen Sie mindestens zwei Systeme mit realen Vertragsdaten.

  • Anwender einbeziehen: Binden Sie Fachabteilungen früh ein, um spätere Akzeptanzprobleme zu vermeiden.

  • Zukunft mitdenken: Prüfen Sie, ob der Anbieter bereits KI-Roadmaps, Hybridmodelle oder neue Compliance-Features plant.

So treffen Sie nicht nur eine kurzfristig praktikable, sondern eine langfristig nachhaltige Entscheidung für Ihr Vertragsmanagement-System.

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Dr. Ute Burghardi