Der Begriff „Kiosk-Sperrmodus“ bezeichnet einen Betriebsmodus für Computer, Tablets, Smartphones oder andere digitale Endgeräte, bei dem die Nutzung gezielt auf eine einzelne Anwendung oder eine definierte Auswahl von Anwendungen und Funktionen beschränkt wird. Ziel ist es, Benutzern nur die für den jeweiligen Einsatzzweck erforderlichen Bedienmöglichkeiten bereitzustellen und den Zugriff auf Betriebssystemfunktionen, Einstellungen, Dateien oder nicht freigegebene Anwendungen zu verhindern. Der Kiosk-Sperrmodus wird häufig bei öffentlich zugänglichen Terminals, Self-Service-Systemen, Kassensystemen, Informationsdisplays sowie betrieblich genutzten mobilen Geräten eingesetzt.
Single-App-Modus: Beschränkung eines Geräts auf eine einzige freigegebene Anwendung.
Multi-App-Kioskmodus: Bereitstellung einer festgelegten Auswahl erlaubter Anwendungen, zwischen denen Benutzer wechseln können.
Sperrung von Systemeinstellungen: Verhindert den Zugriff auf Betriebssystemeinstellungen, Systemsteuerung, Netzwerkkonfiguration oder andere administrative Funktionen.
Ausblenden von Bedienelementen: Deaktiviert oder verbirgt beispielsweise Startmenüs, Taskleisten, Benachrichtigungen, Navigationsleisten oder Systemschaltflächen.
App- und Website-Whitelisting: Legt fest, welche Anwendungen, Webseiten oder Inhalte auf dem Gerät genutzt werden dürfen.
Automatischer Anwendungsstart: Startet die vorgesehene Kiosk-Anwendung automatisch nach dem Einschalten, Neustart oder der Benutzeranmeldung.
Browser-Sperrmodus: Beschränkt einen Browser auf definierte Webseiten oder Webanwendungen und verhindert den freien Zugriff auf andere Internetinhalte.
Einschränkung von Gerätefunktionen: Kontrolliert beispielsweise den Zugriff auf USB-Anschlüsse, Kamera, Bluetooth, Druckfunktionen, Zwischenablage oder externe Speichermedien.
Automatische Sitzungsrücksetzung: Löscht oder setzt benutzerspezifische Sitzungsdaten nach einer Abmeldung, nach Ablauf einer Zeitspanne oder nach Abschluss eines Vorgangs zurück.
Fernverwaltung: Ermöglicht Administratoren, Kioskgeräte zentral zu konfigurieren, Anwendungen zu aktualisieren, Richtlinien zu ändern oder Geräte neu zu starten.
Überwachung und Statuskontrolle: Erfasst den Betriebszustand von Geräten und meldet beispielsweise Ausfälle, Verbindungsprobleme oder nicht gestartete Anwendungen.
Administrativer Entsperrmodus: Ermöglicht autorisierten Personen, den Kiosk-Sperrmodus über ein Kennwort, eine administrative Anmeldung oder ein anderes Authentifizierungsverfahren zu verlassen.
Ein Einzelhandelsunternehmen betreibt ein Self-Service-Terminal, auf dem Kunden ausschließlich den Produktkatalog und die Bestellfunktion nutzen können.
Ein Kassenterminal startet automatisch die POS-Anwendung und verhindert den Zugriff des Bedienpersonals auf andere Programme oder Systemeinstellungen.
Ein Unternehmen stellt in seiner Eingangshalle ein Besucherterminal bereit, das ausschließlich für Anmeldung, Registrierung und Ausdruck von Besucherausweisen verwendet werden kann.
In einer Produktionshalle werden Tablets auf wenige freigegebene Anwendungen für Betriebsdatenerfassung, Arbeitsanweisungen und Qualitätsprüfungen beschränkt.
Ein Personal-Self-Service-Terminal erlaubt Mitarbeitern ausschließlich den Zugriff auf Funktionen wie Zeiterfassung, Urlaubsanträge oder persönliche HR-Dokumente.
Ein Informationsdisplay in einem öffentlichen Gebäude zeigt ausschließlich freigegebene Informationsinhalte und verhindert den Zugriff auf das zugrunde liegende Betriebssystem.
Ein Check-in-Terminal in einem Hotel, einer Klinik oder einer anderen Einrichtung führt Benutzer ausschließlich durch den vorgesehenen Registrierungs- oder Anmeldeprozess.