Der Begriff „US-Re-Exportkontrolle“ bezeichnet die Prüfung, ob Waren, Software, Technologie oder technische Daten bei einer Weiterlieferung außerhalb der USA weiterhin den US-amerikanischen Exportkontrollvorschriften unterliegen. Relevant ist dies insbesondere, wenn Produkte US-Ursprungsanteile enthalten, auf US-Technologie basieren oder nach den Export Administration Regulations (EAR) kontrolliert werden.
Prüfung des US-Ursprungsanteils: Ermittlung, ob ein Produkt US-Komponenten, US-Software oder US-Technologie enthält.
ECCN-Klassifizierung: Verwaltung und Prüfung von Export Control Classification Numbers für Güter, Software und Technologie.
De-minimis-Berechnung: Berechnung des kontrollierten US-Anteils an einem ausländischen Produkt zur Bewertung der EAR-Relevanz.
Foreign-Direct-Product-Rule-Prüfung: Bewertung, ob ein außerhalb der USA hergestelltes Produkt aufgrund verwendeter US-Technologie oder US-Software kontrollpflichtig ist.
Länder- und Embargoprüfung: Abgleich von Zielländern mit relevanten US-Exportkontroll- und Embargovorschriften.
Sanktionslistenprüfung: Automatischer Abgleich von Kunden, Lieferanten, Endverwendern und Geschäftspartnern mit relevanten Sperr- und Sanktionslisten.
Endverwendungs- und Endverwenderprüfung: Prüfung, ob bestimmte kritische Verwendungen oder Empfänger eine Genehmigungspflicht auslösen können.
Genehmigungsmanagement: Unterstützung bei der Bewertung, Dokumentation und Verwaltung von Lizenz- oder Ausnahmefällen.
Dokumentation und Audit-Trail: Nachvollziehbare Speicherung von Prüfergebnissen, Entscheidungsgrundlagen und Freigaben.
ERP- und Zollintegration: Einbindung der Re-Exportkontrollprüfung in Auftragsabwicklung, Versand, Stammdatenpflege und Exportprozesse.
Ein europäisches Unternehmen prüft, ob eine Maschine mit US-Komponenten an einen Kunden in Asien weitergeliefert werden darf.
Ein Softwareanbieter bewertet, ob seine Anwendung aufgrund integrierter US-Softwaremodule den EAR unterliegt.
Ein Hersteller berechnet den US-Anteil eines Produkts, bevor es aus Europa in ein Drittland exportiert wird.
Ein Handelsunternehmen gleicht den Endkunden mit US-Sanktionslisten ab, bevor ein Auftrag freigegeben wird.
Eine Compliance-Abteilung dokumentiert die Prüfung einer Foreign-Direct-Product-Rule für ein technologieintensives Produkt.