Datensicherung gehört zu den zentralen Aufgaben der IT-Sicherheit – unabhängig von Unternehmensgröße oder Branche. Sie schützt geschäftskritische Informationen vor Verlust durch Hardwarefehler, Cyberangriffe, Softwareprobleme oder menschliche Irrtümer. Ein durchdachtes Sicherungskonzept hilft, Ausfallzeiten zu minimieren und die Integrität von Daten langfristig zu sichern.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterscheidet in seiner IT-Grundschutz-Kompendium drei klassische Sicherungsverfahren, die sich durch Datenumfang und Wiederherstellungsaufwand unterscheiden:
Welche Methode am besten geeignet ist, hängt vom jeweiligen Anwendungsszenario ab, etwa von der Größe der Datenbestände, der Änderungshäufigkeit und den geforderten Wiederanlaufzeiten.
Moderne Sicherungslösungen kombinieren klassische Verfahren mit neuen Technologien und Ansätzen, um mehr Flexibilität, Automatisierung und Ausfallsicherheit zu gewährleisten.
Ein durchdachtes Sicherungskonzept umfasst mehr als nur die Auswahl einer Methode. Entscheidend sind regelmäßige Prüfungen, klare Verantwortlichkeiten und nachvollziehbare Abläufe. Sinnvoll ist die Orientierung an bekannten Standards wie der sogenannten 3-2-1-Regel:
Zusätzlich sollten die sogenannten RPO- (Recovery Point Objective) und RTO-Zeiten (Recovery Time Objective) festgelegt werden. Sie geben Auskunft darüber, wie groß der maximal akzeptable Datenverlust ist und wie schnell ein System nach einem Ausfall wieder betriebsbereit sein muss.
Ein weiteres zentrales Element ist das Sicherungsintervall – also die Zeitspanne zwischen zwei Datensicherungen. Je nach Datenvolumen und Änderungsrate können sich tägliche, wöchentliche oder monatliche Intervalle anbieten. Viele Backup-Lösungen ermöglichen heute automatisierte Zeitpläne oder Policy-basierte Sicherungen.
Nicht zuletzt sollte die Wiederherstellbarkeit regelmäßig getestet werden. Nur wenn ein Backup tatsächlich funktioniert und sich problemlos einspielen lässt, erfüllt es seinen Zweck im Ernstfall.
Ob bestimmte Sicherungsfunktionen wie Datenbank-Replikation (DBRD), Hochverfügbarkeit, automatische Snapshots oder Cloud-Anbindungen zur Verfügung stehen, hängt von der jeweiligen Software und dem Lizenzmodell ab. Einige Anbieter integrieren erweiterte Backup-Funktionen in Premium-Editionen oder als Zusatzmodule. Vor der Einführung einer Sicherungslösung sollten Sie daher prüfen, welche Funktionen, Speicherziele und Automatisierungsoptionen von Ihrer eingesetzten Software unterstützt werden und ob zusätzliche Lizenzen erforderlich sind.