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Unterstützte Middleware


Notwendige und kompatible Middelware
Welche Schnittstellen werden von der Software unterstützt? Ist dies notwendig? Falls ja, welche Kosten entstehen dadurch?

Die meisten Unternehmen betreiben innerhalb ihrer IT-Infrastruktur unterschiedliche Hardware- und Betriebssystem-Plattformen. Daneben laufen verschiedene Datenbanken, Filesysteme, unflexible, bereits existierende und nicht veränderbare Individual- und Branchenanwendungen, die mit neuen Anwendungen verbunden und synchronisiert werden müssen sowie Netzwerklandschaften, die aus verschiedenen LAN- und WAN-Protokollen bestehen.

Zwischengeschaltete Softwareschicht1 ist eine Infrastrukturkomponente, welche als Dienst unterschiedliche Systeme koordinieren kann. Als Softwareschicht stellt sie Kommunikationsdienste für verteilte Anwendungen über Standardschnittstellen bereit und ermöglicht damit eine Integration der Anwendungen und ihrer Daten.

Wir haben eine umfassende Übersicht an Beispielen und Produkten für Middleware und EAI für Sie zur Auswahl.

Anwendungsbeispiele für Middleware

  • Schnittstelle für Nachrichten-Kommunikation
  • Überwachungsdienste (zum Beispiel für Daten Transaktionen)
  • Peer-to-Peer-Schnittstellen-Connectoren
  • Directory-Dienste
  • Zeitdienste
  • Sicherheit / Authentifizierungsdienste und Anwendungen
  • Verschlüsselungsdienste und Anwendungen
  • Datensyntaxdienste
  • Koordination verteilter Dateisysteme (NFS, AFS, DFS)
  • Groupware
  • RPC (Remote Procedure Call)
  • Netzwerkmanagement

Typische Integrationen

Transaktionsmonitore

  • IBM CICS, Encina, Tuxedo
  • ERP Systeme: SAP R/3, Baan, Oracle

Entwicklungsumgebungen

  • DCE
  • CORBA
  • Enterprise Java Beans (EJB)
  • MS DCOM
  • PeopleSoft

Web Application Server

  • IBM WebSphere
  • Apache TomCat
  • Bea

Groupware

  • Lotus Notes
  • MS Exchange
  • Novell GroupWise

e-Business

  • Supply Chain Management (SCM)
  • Customer Relations Management (CRM)
  • Electronic Commerce
  • Data Warehouse

System Management

  • HP OpenView
  • Tivoli
  • Computer Associates TNG, Unicenter
  • Oracle Enterprise Manager
  • Novell ZENworks

Vorteile

  • Kosten sparend
  • erweiterbar
  • Datenkonsistenz
  • einfacher Austausch einzelner Softwarekomponenten
  • Flexibilität
  • Wiederverwendbarkeit und Nutzung von einzelnen Standards
  • schnelle Implementierung

Nachteile

  • bisher nicht komplett standardisiert
  • Anwednungs-Know-How muss aufgebaut werden
  • Größe und Schwerfälligkeit
  • Wenig Optimierungsmöglichkeiten in der Leistungsfähigkeit

Anwendung

Datenbank-Schnittstellenschichten und sogenannte Transaction-Processing Monitore sind heute relativ weit verbreitete Produkte. Die SAP-Grundstruktur (SAP Basiskomponenten), IBM CICS, Tuxedo sowie Groupware Produkte wie Lotus Notes, Microsoft Exchange und Novell GroupWise zählen zu anwendungsspezifischer geschlossener Schnittstellen-Software. Die beiden letzteren enthalten sogenannte Frameworks. CORBA 2 ist auf dem Weg, einen offenen Standard zu erreichen. CORBA ist ein Modell für die Entwicklung verteilter objektorientierter Anwendungen, das mittlerweile sehr stark verbreitet ist. Es gestattet Plattformen und Programmiersprachen eine unabhängige Entwicklung von Client-Server-Applikationen.

Schnittstellen-Software wird innerhalb von Unternehmen häufig selbst programmiert. Falls der Einsatzbereich sehr komplex sein sollte, empfiehlt es sich jedoch, ein kommerzielles Produkt einzusetzen. Die Anzahl entsprechender Programme ist auf dem Markt groß. Schnittstellen-Programme sollen die Erstellung von Client/Server Anwendungen (verteilten Anwendungen) erleichtern. Datenbank-Schnittstellen-Software wird hierbei am häufigsten eingesetzt. Datenbanken fehlen viele der funktionellen Eigenschaften im Vergleich zu komplexeren Programmpaketen. Im Gegensatz hierzu sind die Kosten für Lizenzgebühren, Installation, Implementierung und Administration am geringsten. Idealerweise würden Anwendungsentwickler einen einzigen Satz von standardisierten Diensten für verteilte Anwendungen benutzen. Gewünscht sind einheitliche Programmierschnittstellen und sogenannte FAPs (formats and protocols for interoperation), die ein breites Spektrum von Entwicklungs- und Laufzeitfunktionen abdecken. In der Praxis ist dies mehr eine Zielvorstellung als Realität. Die CORBA Standards sind unter diesen Gesichtspunkten am weitesten fortgeschritten.


1 vgl. auch Wikipedia
2 (Common Object Request Broker Architecture)