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Softwareverteilung


Möglichkeiten zur Softwareverteilung
Kann die Software über Softwareverteilungssysteme installiert werden und welche Systeme werden dabei unterstützt?

In den meisten Unternehmungen und Organisationen ist es üblich, dass ausgebildete und entsprechend qualifizierte Mitarbeiter die Installation neuer Software übernehmen, sowohl auf den vorgesehenen PC Arbeitsplätzen als auch auf den jeweiligen Servern. Die Aufwände für solche Installationen steigen mit der Anzahl der zu installierenden Rechner. Mittlere und größere Organisationen automatisieren daher die Installationsphasen von Betriebssystemen und Unternehmenssoftware mit Hilfe von Softwareverteilungssystemen. Dabei ist diese Art der Softwareverteilung ein effizienter Weg, um Erstinstallationen durchzuführen und alle notwendigen Konfigurationen und spätere Wartungsarbeiten zeitsparend zu erledigen.1

Softwareverteilungssysteme

  • IBM Tivoli Provisioning Manager
  • IBM Tivoli Intelligent Orchestrator
  • Hewlett-Packard OpenView
  • MS SCCM (vormals SMS / System Management Server) von Microsoft, geeignet für alle Windows-Versionen inklusive CE und Tablet
  • DX-Union (Anbieter und Hersteller: Materna)
  • Novell ZENworks
  • INOSOFT (Hersteller: INOSOFT AG)
  • Altiris Server / Client Management Suite (Hersteller: Symantec)
  • Empirum (Hersteller: Matrix 42)
  • Citrix Manager
  • VMware
  • OCS Inventory NG
  • FAI OpenSource Software zum Installieren und Konfigurieren von Linux Systemen
  • M23 OpenSource-Softwareverteilung für Linux
  • Open PC Server Integration (opsi): OpenSource-Softwareverteilung und Betriebssystem-Installation, Inventarisierung (Windows-Clients)
  • RPM mit YUM und Repositories-Server: OpenSource-Softwareverteilung für Linux

Vorteile

  • Softwareverteilung wird schneller durchführbar
  • schnelle Updates der Systeme
  • verringerter Administrationsaufwand/verringerte Konfigurationsarbeiten
  • einheitliche Installationen
  • schnelle System-Wiederherstellung
  • Installationsmöglichkeit außerhalb von Arbeitszeiten
  • zentrale Betreuung dezentraler Infrastrukturen
  • Kosteneinsparung bei Administration
  • Einheitlicher Softwarestand kann erstellt werden
  • Möglichkeiten und Unterstützung zur Inventarisierung und IT-Asset-Verwaltung
  • Kurzfristige Umstellungen und Nachinstallationen sind möglich
  • Menüeinträge können vereinheitlicht werden

Nachteile

  • Softwarepakete müssen gründlich getestet werden, bevor sie verteilt werden können
  • Kurzfristige Nachbesserungen an Softwarepaketen könnten zur Unübersichtlichkeit der Versionen führen
  • PC-Wächter/Schutzsoftware/Sicherheitssoftware oder ähnliche Mechanismen wirken einer automatischen Software-Verteilung kontraproduktiv entgegen, müssen teilweise deaktiviert werden
  • Restaurieren von ausgefallenen Rechnern kann zeitaufwendiger und komplizierter werden
  • wenig Kontrolle über den Erfolg der Installation

Fazit

Mit einer effizienten Softwareverteilung in der gesamten Organisation sparen Unternehmen Kosten und viel Zeit ein. Softwareprodukte, die Remote-Verwaltungen und Remote-Administrationen ermöglichen sowie Softwareverteilungen bzw. Softwareinstallationen praktisch aller Softwareanwendungen, Aktualisierungen, Hotfixes, Servicepacks für Windows, Mac, Unix und Linux Desktoprechner leisten und automatisieren, sind gute Alternativen zu klassischen Einzel-Installationsmethoden. Jede IT-Administration, die größere Rechnerumgebungen verwaltet, sollte Softwareverteilungssysteme erwägen und auf geeignete, sinnvolle Anwendung, für das jeweilige Unternehmen, überprüfen. Es empfiehlt sich, bei der Auswahl von Anwendungs- und Systemsoftware,2 alle Optionen zur möglichen, automatisierten Softwareverteilung festzustellen und die Hersteller aller unterstützten Softwareverteilungssysteme zu ermitteln.


1 vgl. auch Wikipedia Softwareverteilung, aufgerufen am 07.02.2013
2 Betriebssysteme