Software-Tipps

Garten- und Landschaftsbau Software


Typische Funktionen und Tipps

Garten- und Landschaftsbau Software

Software für Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) ist so vielfältig wie der Gartenbau bzw. die Landschaftsgestaltung selbst. Landschaftsgärtner gestalten Parks ebenso wie kleine Gärten, legen Schwimmteiche an oder pflegen Bäume, sorgen für Dach- und Fassadenbegrünung und Straßenbegleitgrün oder pflegen Gärten, mähen Rasen usw. Gärtner produzieren aber auch Gemüse, Pflanzen für die Balkonbegrünung und den Garten, betreiben Baumschulen und verkaufen nicht nur Dienstleistungen wie die Gartengestaltung, sondern auch die passenden Pflanzen dazu.

Die Software für eine Gemüsegärtnerei wird andere Funktionen und Schwerpunkte umfassen als z.B. Software für GaLaBau Betriebe mit umfangreichen Gerätepark oder für Friedhofsgärtnereien.
Ein Gemüsebaubetrieb muss beispielsweise die Anbauplanung, die Vermarktung (sowohl die direkte Vermarktung im eigenen Laden als auch den Verkauf an Wiederverkäufer), Buchhaltung und Kasse als auch z.B. Etikettendruck usw. berücksichtigen.
Ein GaLaBau Betrieb wird bei der Digitalisierung auf Bereiche wie z.B. die Erstellungen von Kalkulationen, Aufmaß, Angeboten,Verwaltung des Geräte- und Fuhrparks, die digitale und vor allem Mobile Zeiterfassung usw. setzen.

Module und typische Funktionen von GaLaBau Software

Zu den Modulen einer Gartenbau- und Landschaftsbau Software zählen u.a. die Angebotswesen, Kundenbeziehungsmanagement, Rechnungswesen, Zeiterfassung, Ressourcenplanung, Maschinen- und Gerätemanagement sowie Liefermanagement und Schnittstellen zu Ausschreibungsplattformen, CAD Programmen und so weiter.

Basisfeatures

Jede Software für den GaLaBau wird in der Regel als Basisfunktionen beispielsweise ein Stammdatenmanagement für Mitarbeiter und Kunden, relevante Standardleistungskataloge, Pflanzen- und Materialkataloge, Funktionen für Angebots-, Auftrags- und Rechnungserstellung und Mahnwesen umfassen. Weitere Features sind meist vom Einsatzzweck bzw. der Ausrichtung der Software auf einen bestimmten GaLaBau Bereich abhängig.

Beachten Sie bitte auch die aktuelle Marktübersicht der Softwarelösungen und Erklärungen zum Thema Garten- und Landschaftsbau

Basis-Funktionen

  • Datenmanagement, um Stammdatensätze von Lieferanten/ Kunden anzulegen und zu pflegen
  • Adressverwaltung
  • Angebotserstellung
  • Auftragsbearbeitung
  • Rechnungserstellung: Verwaltung der Rechnungspositionen, Sortierungen, Rechnungslayout
  • Mahnwesen
  • Buchen der betrieblichen Vorgänge entsprechend den gesetzlichen Vorschriften.
  • verschiedene auftragsbezogene oder projektbezogene Controllingfunktionen
  • Pflanzen-, Material-, Artikelverwaltung
  • Benutzer- und Rechteverwaltung
  • Schnittstellen zu Buchhaltung und Kontenführungssystem, Erstellen von Buchungssätzen für die Buchhaltung
  • Terminverwaltung
  • Dokumentenmanagement
  • Lieferantenmanagement
  • Auswertungen und Protokolle
  • Statistiken
  • Exportfunktionen
  • Pflanzenlexikon
  • Datev-Schnittstellen, um Daten aus der Lohnbuchhaltung an den Steuerberater zu senden

Weitere typische Funktionen

  • Vor- und Nachkalkulation
  • Bedarfslisten – gesamt, positionsgenau
  • Preisblätter 221 / 223
  • Aufmaß
  • Import aus Musterleistungsverzeichnissen
  • Leistungsverzeichnisse erstellen
  • Festlegen von Festpreisen für einzelne Positionen
  • Schnittstellen z.B. zu CAD
  • Zeiterfassung
  • Mobile Zeiterfassung mit Smartphone oder Tablet
  • Nachtragsmanagement
  • Projektmanagement
  • Mobile Datenerfassung
  • Verarbeitung bzw. Berücksichtigung der Altersteilzeit, geringfügig Beschäftigung, Tariflohn, Tarifvertrag über das Entgelt-Rahmenabkommen (ERA), Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD) und Baulöhne
  • Materialkostenplanung
  • Bauzeitplanung
  • digitale Bauakte
  • mobiles Büro
  • Grafische Visualisierungen
  • Kassenbuch
  • Lagerverwaltung
  • Schnittstellen wie z.B. Datanorm, GAEB, IDS-Connect, mareon, ausschreiben.de, …
  • Pflanzlohn Positionen
  • Pflanzenlisten
  • Pflegeverwaltung
  • Erinnerungsfunktion für TÜV-Termine von Geräten
  • Sicherheitseinbehalt in Prozent oder als fester Betrag, netto / brutto
  • Verwaltung von Gewährleistungen (Bankeinlage, Bürgschaft, Umwandlung von Sicherheitseinbehalten usw.)
  • Verwaltung mehrerer Mandanten
  • Anbauplan

Bereiche für die Digitalisierung

Digitalisierungsoptionen bieten sich auch durch Automatisierung auf der Baustelle und beim Kunden. Hier stehen je nach Größe und Umfang des Projektes verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

  • digitales Aufmaß
  • Pflanzen-App
  • Mähroboter
  • Regensensoren, intelligente Wetterstationen
  • automatisierte Bewässerungsanlagen
  • intelligente Beschattung

Ein immer wichtiger werdender Aspekt ist die 3D Darstellung von Gärten, Landschaften und Umgebungen. 3D-Rendering kann sehr gut dazu genutzt werden, Kunden etwas Neues und Innovatives zu bieten. Anbieter von GaLaBau Software setzen daher auch auf 3D- und Baumaterial-Modellierungsfunktionen.

Lesen Sie hierzu auch die Blog-Artikel: Digitalisierung im GaLaBau und Firmen-App für den GaLaBau Betrieb.

Das Pflanzenlexikon

Ein wichtiger und nahezu unverzichtbarer Bestandteil einer Softwarelösung für den Garten- und Landschaftsbau ist ein Pflanzenlexikon. Ein Pflanzenlexikon umfasst in der Regel Daten zu Bäumen und Sträuchern, Obstgehölzen, Stauden, Gräsern und Farnen. So ein Pflanzenlexikon enthält Hinweise zur Verwendung der Pflanzen. Pflanzplanungen können mithilfe des Lexikons leicht erledigt werden. In der Regel lässt sich das Lexikon nach verschiedenen Kritierien durchsuchen. Botanische Merkmale werden ebenso aufgeführt wie die Ansprüche der Pflanzen an Bodenverhältnisse, Licht / Schatten, Eignung und Verwendung.

  • Pflanzendatenbank mit botanischen Pflanzennamen und deutschen Pflanzennamen (möglichst mehrsprachig und mit Synonymen)
  • Botanische Merkmale
  • Pflanzenanspruch an Bodenverhältnisse
  • Pflanzenanspruch an Lichteinfluss
  • Filterfunktion
  • Verwendungsmöglichkeiten
  • Pflegehinweise
  • Pflanzengruppen
  • Pflanzenzeichen
  • Glossar
  • Schnittstellen (z.B. Bruns-Artikelkatalog)

Software-Tipps zur Auswahl von GaLaBau Software

  • Prüfen Sie, ob die für Sie notwendigen und maßgeblichen Standardleistungs-, Pflanzen-und Materialkataloge in der Software integriert sind.
  • Lassen Sie sich zeigen, in welchem Umfang und mit welchen Details Leistungen abgebildet werden können.
  • Prüfen Sie, wie leicht und einfach sich z.B. Baustellenbilder einfügen können.
  • Fragen Sie nach, ob REB-konforme Aufmaße mit der Software erstellt werden können.
  • Ist eine digitale Baustelleneinteilung für Mitarbeiter möglich und mobil abrufbar?
  • Bietet die Branchensoftware die Möglichkeit E-Rechnungen zu erstellen?
  • Gibt die Software effizient Auskunft über verfügbare betriebliche Kapazitäten?
  • Wie findet die Prüfung und Übertragung von dokumentierten Stunden in die Lohnbuchhaltung und deren Projektzuordnung statt?
  • Gibt es Features, die die Doppelbuchung betrieblicher Ressourcen verhindern?
  • Prüfen Sie, ob die Software für GaLaBau, die für Ihren Betrieb wichtigen Schnittstellen umfasst.
  • Fragen Sie den Softwarehersteller, ob es möglich ist, die Daten aus Ihrer bisherigen Software zu übernehmen.
  • Klären Sie, ob die Software Funktionen zur Preisaktualisierung einzelner Positionen oder ganzer Leistungsverzeichnisse in vorkalkulierten bzw. als Vorlagen hinterlegten LVs hat.
  • Fragen Sie den Anbieter, ob sich Mengennachweise bzw. Lieferscheine positionsgenau aus Tagesberichten erstellen lassen.
  • Umfasst die Software Funktionen zur Ausgabe, Suche und Sortierfunktion nach Kostengruppen (DIN 276)?
  • Bietet die Software benutzerspezifische Anpassungsmöglichkeiten? Können z.B. die oft genutzten Funktionen oder ein bevorzugtes Layout von Tabellen benutzerspezifisch eingerichtet werden.
  • Klären Sie, ob eine dynamische Kopplung REB-konformer Massendaten zwischen Leistungsverzeichnis und CAD-System möglich ist.
  • Ermöglicht die Software den Versand von E-Mails mit entsprechenden Anhängen direkt aus dem Dokumentenmanagement heraus?
  • Können per Drag & Drop externe Dateien wie z.B. CAD-Zeichnungen, Bildern, Videos etc. in das Dokumentenmanagement übernommen werden?
  • Fragen Sie nach, ob bei den Pflanzenkatalogen auch Bilder enthalten sind bzw. ob ggfs. Pflanzen auch Bilder zugeordnet werden können.
  • Klären Sie, ob den unterschiedlichen Pflanzenqualitäten unterschiedliche Lieferanten zugeordnet werden können.
  • Umfassen die Material- bzw. Pflanzenkataloge umfangreiche Filterfunktionen bzw. eine detaillierte Kriteriensuche (z.B. Größe, Blütenfarbe, etc.)?
  • Werden branchenspezifische Verfahren der Kalkulation und Kostenrechnung integriert?
  • Achten Sie darauf, ob die Software als GoBD Konform gekennzeichnet ist.