Der Begriff „Geführte mobile PY Checks“ bezeichnet softwaregestützte, schrittweise geführte Poka-Yoke-Prüfungen (PY Checks), die direkt über mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder industrielle Handhelds durchgeführt werden. Ziel ist es, Fehler in Produktions-, Montage- oder Qualitätsprozessen möglichst frühzeitig zu vermeiden oder zuverlässig zu erkennen, indem Mitarbeitende anhand vorgegebener Prüfschritte durch den Kontrollprozess geführt werden.
Schrittweise Benutzerführung: Anzeige der einzelnen Prüfschritte in einer festgelegten Reihenfolge, sodass der Anwender strukturiert durch den Check geführt wird.
Mobile Prüflisten: Bereitstellung digitaler Checklisten für Smartphones, Tablets oder mobile Industriegeräte.
OK-/NOK-Erfassung: Dokumentation, ob ein Prüfschritt erfolgreich durchgeführt wurde oder eine Abweichung vorliegt.
Pflichtprüfungen und Eingabevalidierung: Verhindern des Überspringens erforderlicher Prüfschritte oder unvollständiger Eingaben.
Foto- und Dokumentationserfassung: Ergänzung von Prüfergebnissen durch Fotos, Kommentare, Messwerte oder andere Nachweise.
Barcode- und QR-Code-Erfassung: Identifikation von Produkten, Bauteilen, Maschinen oder Prüfobjekten über mobile Scan-Funktionen.
Automatische Reaktionen bei Abweichungen: Auslösen definierter Aktionen wie Warnungen, Nachprüfungen, Sperrungen oder Eskalationen bei einem NOK-Ergebnis.
Zeit- und Benutzerprotokollierung: Dokumentation, wann ein Check durchgeführt wurde und welcher Mitarbeiter ihn ausgeführt hat.
Offline-Nutzung und Synchronisation: Durchführung von Prüfungen auch ohne permanente Netzwerkverbindung mit späterer Synchronisation der Daten.
Prüfhistorie und Rückverfolgbarkeit: Speicherung abgeschlossener PY Checks zur späteren Auswertung und zum Nachweis durchgeführter Qualitätsprüfungen.
Ein Montagemitarbeiter scannt einen Auftrag und wird auf einem Tablet Schritt für Schritt durch die Kontrolle sicherheitsrelevanter Bauteile geführt.
Bei einer Maschinenprüfung bestätigt ein Mitarbeiter jeden Prüfschritt mit „OK“ oder „NOK“. Bei einem NOK-Ergebnis fordert die Software automatisch eine Fehlerbeschreibung und ein Foto an.
In einer Fertigungslinie prüft ein Mitarbeiter per Smartphone, ob alle vorgeschriebenen Komponenten in der richtigen Reihenfolge montiert wurden.
Ein Qualitätsprüfer scannt den QR-Code eines Werkstücks und erhält automatisch die zugehörige mobile Poka-Yoke-Checkliste.
Nach Abschluss eines geführten Checks speichert die Software Prüfergebnisse, Zeitstempel, Benutzer und gegebenenfalls dokumentierte Abweichungen für die Rückverfolgbarkeit.