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DBMS - Auswahlkriterien


Typische Funktionen und Tipps zur Auswahl von Datenbankmanagementsystemen

Definition Datenbankmanagementsystem

Mit Hilfe eines Datenbank-Management-Systems (DBMS) werden durch Nutzer Daten in eine Datenbank eingepflegt oder ausgelesen. Das System umfasst und verwaltet die Nutzeranfragen oder auch Anfragen anderer Programme an die Datenbank. Die Abfragen und die Verwaltung erfolgt über sogenannte Datenbanksprachen. Die gängigste Datenbanksprache ist SQL (Structured Query Language). Es gibt aber weitere Datenbanksprachen wie z.B. MDX (Multidimensional Expressions) die an Bedeutung gewinnen. Mit Hilfe von MDX können beispielsweise multidimensionale Abfragen in einem OLAP-Cube durchgeführt werden können. Dies kommt in der Regel im Bereich von Business Intelligence zum Einsatz.

Weitergehende Informationen zu Datenbankmodellen können Sie dem Kapitel 11.2 im Anhang Datenbanken entnehmen.

Beachten Sie bitte auch die aktuelle Marktübersicht der Softwarelösungen und Erklärungen zum Thema Datenbankmanagementsysteme (DBMS)

Typische Funktionen für Datenbankmanagementsysteme

Ergänzend zu den allgemeinen Kriterien zur Bewertung von Software in den vorangegangenen Abschnitten haben wir hier spezifische Kriterien für die Bewertung von DBMS aufgeführt:


1 vgl. auch Ullenboom, Christian Java ist auch eine Insel, aufgerufen am 08.09.2017
2 vgl. auch Stärk, Jochen PHP-Tutorial - Was ist ODBC?, aufgerufen am 08.09.2017
3 Verknüpfungen bzw. Beziehungen zwischen Tabellen werden oft als “JOINS” bezeichnet. Häufig enthalten Abfragen Tabellen mit vielen JOINS auf andere andere Tabellen.
4 vgl. Computerwoche, Was ist denn nun eigentlich das Relationenmodell?, vom 27.08.1976, aufgerufen am 08.09.2017
5 Atomicity (Teilschritte einer Transaktion werden ganz oder gar nichts ausführt), Consistency (Eine Transaktion führt von einem konsistenten Stand zum nächsten), Isolation (Angabe eines Levels für die Darstellung von Transaktionen) und Durability (Nach Beendigung einer Transaktion, wird auch nach Fehlern das Ergebnis persistent erhalten bleiben)
6 Eine Downtime ist eine bewusste oder durch Fehler provozierte Abschaltung des Datenbankdienstes. Es kann in dieser Zeit ohne Sicherungsmaßnahmen auf keine Datenbankanfragen antworten oder diese ausführen.
7 Aufteilen der Datenbank auf mehrer Systeme mit individuellen Rollen: z.B. sechs Slave Datenbanksysteme für ausschließliche lesende Operation und zwei Mastersysteme, die Änderung an den Daten entgegen nehmen und diese widerum an den Slave übermitteln.
vgl. auch Replikationen in Datenbanken, Yves Adler, Hochschule für Technik, Wirtschaft, und Kultur Leipzig, Fachbereich: Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften, aufgerufen am 08.09.2017
8 Dieses wird meist vom Datenbanksystem selber verwaltet, z.B. werden Abfragen intern optimal umgeschrieben, damit diese effizienter laufen.
9 Mit der Attributverwaltung ist die Verwaltung mit Hilfe einer Oberfläche des eigentlichen Datensatzes gemeint.
10 Mit der Metadatenverwaltung ist die Verwaltung durch eine Oberfläche gemeint, weitere Daten eines Datensatzes zu verwalten. Beispiel: Weitere Bilder, Dokumente, Bücher. Es wird mit der Metadatenverwaltung nicht der eigentlich Datensatz bearbeitet.
11 Mit Views ist eine Technik bei Datenbankensysteme gemeint, die über eine Datenbankabfrage eine Grundmenge des Rückgabeergebnis bildet, worauf hin mit weiteren Datenbankabfragen gearbeitet werden kann.
12 Gespeicherte Prozeduren
13 Geschäftslogik sind hier Programmfunktionen auf Anwendungsebene.
14 vgl. auch Hochverfügbarkeit, Vorlesung zur Datenbankadministration, Karsten Schmidt, AG DBIS University of Kaiserslautern, Germany
15 vgl. auch Fehlertoleranz, Prof. Dr. Klaus Küspert, Vorlesung Fehlertoleranz in Datenbanksystemen, Friedrich-Schiller-Universität Jena
16 Spiegelungen der Daten auf zwei oder mehrere Systemen
17 Aufbewahren des Datenbankstands redundant auf verschiedene Rechnerknoten
18 Ausführungen von Datensicherungen während des Betriebs und des Zugriffs
19 Gleichzeitiges Abarbeiten von Programmsequenzen in Fäden
10.1.1. Programmierung10.1.1.2. Entwicklungsumgebungen