Software-Tipps

Software für Absatzplanung und Absatzprognose


Typische Funktionen und Tipps zur Auswahl von Software für Absatzplanung und -prognose

Beachten Sie bitte auch die aktuelle Marktübersicht der Softwarelösungen und Erklärungen zum Thema Absatzplanung, Absatzprognose

Ergänzend zu den allgemeinen Softwarekriterien, die in den vorangegangenen Abschnitten beschrieben wurden, finden Sie nachfolgend fachspezifische Kriterien zur Bewertung von Software für Absatzplanung und Absatzprognose


Typische Funktionen:

  • Absatzplanung für einzelne Erzeugnisse oder Produktgruppen je Kunde, Kundengruppe, Vertriebsgebiet
  • multidimensionale Absatzplanung (mehrere Ebenen und Hierarchien)
  • Gleichzeitige Verwaltung unterschiedlicher Absatzpläne (Zeiträume, Marktentwicklungen, Ausgangsprämissen)
  • Ableitung des Materialbedarfs, der Kapazitäten, der Umsätze und Deckungsbeiträge
  • Erkennung von Engpässen
  • Automatische Analysen von Historie, Saisonalität und Trends
  • Automatische Parameteroptimierung
  • Manuelle Eingriffe auf das Prognoseergebnis
  • Simulation von veränderten Planungsparametern
  • Vorjahresbetrachtung
  • Erfassen von Planungsabschnitten
  • Auswertung der Liquiditätsplanung
  • verschiedene Strategien (Bottom-Up, Top-Down, Middle-Out)
  • Drill-Down-Analyse
  • Integriertes Exception Management
  • Exportfunktion (z.B. Excel)
  • Direkte Erzeugung von Bestell- und Produktionsvorschlägen
  • Kapitalbedarfsermittlung
  • Aggregation und Disaggregation
  • Merkmale und Kennzahlen
  • Stamm- und Vergangenheitsdaten

Weitere spezifische Kriterien und Frage-Anregungen für die Beurteilung der Software:

  • Klären Sie die Möglichkeiten für eine parallele Durchführung von mehreren Absatzplanungen. Parallel erstellte Absatzplanungen können dem Einkauf helfen, den Materialbedarf für mehrere Abteilungen Ihres Unternehmens effektiver zu disponieren.
  • Fragen Sie, ob Änderungsverläufe für jeden Absatzplan gespeichert werden. Sie können so besser nachvollziehen wie realistisch die Annahmen waren, wenn Sie wissen, wann der Plan von welchem Benutzer angelegt oder geändert wurde.
  • Lassen Sie sich die eingesetzten Prognosetools bzw. Prognoseverfahren erläutern und fragen Sie nach, ob Ausreißer automatisch erkannt werden.
  • Erkundigen Sie sich, ob besondere Ereignisse, wie z.B. Werbekampagnen für bestimmte Produkte mit in die Prognose einbezogen werden können.
  • Fragen Sie, ob die Software ein Dashboard beinhaltet, so dass die umfangreichen Daten der Planung übersichtlich über den Webbrowser aufzurufen sind.
  • Klären Sie, ob passende Schnittstellen vorhanden sind, wenn Sie die Planungs- und Prognosedaten in Ihr ERP System übernehmen wollen.
  • Falls Sie viele verschiedene Lagerstandorte haben, fragen Sie nach, ob die Planung auch auf Lagerortebene möglich ist und die Lagerkapazitäten berücksichtigen kann.
  • Klären Sie, ob die Planungen einen Abgleich mit aktuellen Beständen berücksichtigen und ob bei Engpass- oder Auslaufartikeln auf alternative oder Nachfolgeartikel umgeleitet werden kann.
  • Fragen Sie, ob z.B. die Dispositionsparameter dynamisch im ERP System angepasst werden können, wenn Sie eine rollierende Absatzplanung mit Prognoseverfahren nutzen wollen.
  • Erkundigen Sie sich, welche Arten der Trendanalysen angewendet werden können, so dass beispielsweise die Ermittlung von saisonalen Faktoren auf Warengruppen, Länder oder Regionen möglich ist und saisonale Zyklen identifiziert werden können. Das Assessor-Modell1 besteht aus zwei Teilmodellen, dem Trial-Repeat-Modell und dem Präferenzmodell. Ein weiteres Modell ist z.B. das Bass-Modell 2 , das benutzt wird, wenn für ein neuartiges Produkt keine Marktanalogie vorhanden ist.

1  vgl. auch Wikipedia, ASSESSOR-Modell, aufgerufen am 07.11.2017
2  vgl. auch Wikipedia, Bass-Diffusionsmodell, aufgerufen am 07.11.2017