Software-Tipps

Software für Liquiditätsplanung


Typische Funktionen und Tipps zur Auswahl von Software für die Liquiditätsplanung

Was ist Liquiditätsplanung?

Kein Betrieb oder Unternehmen kann sich leisten zahlungsunfähig zu sein. Die Liquiditätsplanung (cash forecast) stellt eine wesentliche Grundlage für ein erfolgreiches Unternehmen dar. Die Liquiditätsplanung umfasst dabei nicht nur die üblichen Einnahmen und Ausgaben, sondern z.B. auch die Umsatzsteuervorauszahlungen, Gewerbesteuer, Einkommens- und Körperschaftssteuer und Zins- oder Tilgungsbeträge. In der Regel wird die monatliche Liquiditätsplanung für einen Zeitraum von zwei Jahren erstellt.

Beachten Sie bitte auch die aktuelle Marktübersicht der Softwarelösungen und Erklärungen zum Thema Liquiditätsplanung

Warum Software zur Liquiditätsplanung einsetzen?

In der Regel führt ein “Assistent” schrittweise durch das Programm. Zunächst werden dabei meist die Rahmenbedingungen des Unternehmens erfasst. Dazu zählen u.a. die Unternehmensform und die Art der Tätigkeit (produzierendes Gewerbe, Dienstleistungen oder beispielsweise Handelstätigkeit). Ebenfalls werden die Anzahl der Mitarbeiter, Sozialversicherungsbeträge, Gewerbesteuer etc. aufgenommen.
Weitere Leitfragen werden dann nach und nach von dem “Assistenten” abgearbeitet und so alle wichtigen Aspekte für die Planung erfasst (Nettoumsätze, Kosten, Investitionen etc.). Insofern ist in der Regel eine Software oder ein Tool zur Erstellung der Liquiditätsplanung ohne spezifische betriebswirtschaftliche Kenntnisse nutzbar.


Typische Funktionen von Software für die Liquiditätsplanung:

  • Automatische Planungshilfen
  • Automatische Erzeugung von Verteilungswerten durch Planungsschlüssel
  • Frei definierbare Kennzahlen
  • Rollierende Planung
  • Planung und Simulation mit Werkzeugen wie z.B.Excel
  • automatische Berechnung von Umsatzsteuer, Gewerbesteuer
  • Berechnungen von Zins und Tilgung
  • Flexibler Kontenplan
  • Flexible Kostenrechnung mit Unterstützung aller relevanten Kostenrechnungsansätze
  • Umfassende und bedarfsgerechte Analyse- und Auswertungsfunktionen und Reporting
  • Berechnung und grafische Aufbereitung des vermutlichen Liquiditätsverlaufs
  • verschiedene Vorschauansichten (4-Wochen, 3-Monate etc.)
  • Berechnung der Liquiditätskennzahlen
  • Automatische Berechnung der Zahlungszugänge mittels Interpolation aufgrund des bisherigen Zahlungsverhaltens
  • Automatische Plausibilitäten mit Bearbeitungshinweisen
  • flexible Pivot-Tabellen und Pivot-Diagramme
  • Definitionsmöglichkeiten für den Detaillierungsgrad von Ein- und Auszahlungen
  • Szenarienvergleich

Weitere spezifische Kriterien und Frage-Anregungen für die Beurteilung von Software für die Liquiditätsplanung:

  • Führen Sie vor der Softwareentscheidung eine gründliche Marktrecherche der potentiell geeigneten Lösungen durch. Unser Tipp: Greifen Sie dabei völlig unverbindlich auf unseren kostenfreien Recherche-Service zurück. Es werden Fragen erarbeitet, weite Teile der Ausschreibung übernommen, potentielle Lösungen strukturiert darstellt und die Kommunikation mit den Anbietern dokumentiert!
  • Klären Sie, für welche zeitlichen Abständen Plan- und Istdaten erstellt werden sollen und ob dies mit der Software möglich ist.
  • Gibt es eine Überprüfungsfunktion in der Software, die die Planwerte mit den Ist-Werten abgleicht und gegebenenfalls eine Warnung ausgibt?
  • Fragen Sie nach, welche Schnittstellen die Software umfasst und klären Sie, ob Sie über diese Schnittstellen, die von Ihnen genutzten Programme verknüpfen können.
  • Wenn Sie Simulationen erstellen wollen, fragen Sie nach, ob das mit der Lösung möglich ist.
  • Fragen Sie nach Netzwerkfähigkeit1 für mögliche zentrale Einsatzszenarien. Mit netzwerkfähiger Software können mehrere Benutzer von mehreren Arbeitsplätzen aus gleichzeitig an den Daten arbeiten.
  • Fragen Sie nach Berechtigungsstufen und Konzepten zur Benutzerverwaltung sowie entsprechenden Gruppenkriterien und Rollendefinitionen.
  • Wird die Software seitens des Herstellers aktuell gehalten? Gibt es zeitnahe Updates, falls es Änderungen durch Gesetzgebung und Rechtsanwendung gibt?
  • Gibt es Online-Unterstützung für das Tool wie z.B. Hilfe- und Schulungsfunktionen oder Tutorials?
  • Achten Sie auf eine intuitive Bedienung durch moderne Oberflächengestaltung.

1 vgl. auch 2.6 Netzwerkfähigkeit