Software-Tipps

MIS - Management Information Systeme


Typische Funktionen und Tipps zur Auswahl von Management Information Systeme Software
Kriterien für Managment Information Systeme Software
Management Information System

Beachten Sie bitte auch die aktuelle Marktübersicht der Softwarelösungen und Erklärungen zum Thema Managementsoftware, MIS

Typische Funktionen für MIS Software

  • Unterstützung der Unternehmensführung bei unternehmerischen Entscheidungen
  • Frühwarnfunktionen oder Exception Reporting zur Anzeige von signifikanten Kennzahlenänderungen1
  • Simulation von Betriebsabläufen bei Kennzahlenveränderungen
  • Drill-Down-Funktionen2 um Daten in unterschiedlichen Aggregationsstufen anzuzeigen
  • Bilanzanalyse und Ermittlung von Bilanzkennzahlen zur Finanzierungsanalyse
  • Tools und Funktionen für das strategische Controlling bzw. der strategischen Unternehmensplanung3
  • Ermittlung der Eigenkapitalrentabilität und Fremdkapitalquote
  • Funktionen zur Erfolgsanalyse mit Umsatzrendite und Gesamtkapitalrentabilität
  • Liquiditätsanalyse nach unterschiedlichen Abstufungen (z. B. Liquidität 1. und 2. Grades)
  • Vergleichs-Statistiken - Vorjahr und aktuelles Jahr
  • Artikelstatistiken mit Hit- und Nietenlisten und Dispositionsstatistiken
  • Kundenstatistiken
  • Kommentar und Notizfunktionen
  • Umsatzstatistiken von Debitoren und Kreditoren
  • Betriebsergebnisermittlung und -darstellung
  • Umsatzvergleiche laufender Monate und Monate des Vorjahres
  • Mehrjahresvergleiche für Artikel zum aktuellen Jahr, u. A. über Umsätze, verkaufte und eingekaufte Mengen
  • Detailauswertungen aus der Warenwirtschaft und Finanzbuchhaltung
  • Online-Bewertungsmöglichkeiten der Unternehmenssituation
  • Support von Basel II und Basel III Grundaussagen
  • Schnittstellen, um auf Daten aus unterschiedlichen Quellen zugreifen zu können, die ursprünglich in beliebigen Datenbankformaten und auf beliebigen physikalischen Technologieplattformen vorliegen
  • Verarbeitung großer Datenmengen, insbesondere statistische Funktionen und Suchfunktionen, um aus großen Datenmengen entscheidungsrelevante Informationen zu generieren.4
  • Möglichkeiten zur einfachen Anforderung des Fertigstellungsgrades von Projekten
  • Auswertungsmöglichkeiten von Projektkennziffern
  • Fertig vorbereitete Eingabe- und Auswertungsschemata die sich auch anpassen lassen
  • Anzeige unternehmensinterner und -externer Nachrichten, Marktberichte, Blogs, usw.
  • Zentrales Dokumenten-Managementsystem mit integrierter Versionshaltung

Weitere spezifische Kriterien und Frage-Anregungen für die Beurteilung von MIS Software

  • Führen Sie vor der Softwareentscheidung eine gründliche Marktrecherche der potentiell geeigneten Lösungen durch. Unser Tipp: Greifen Sie dabei völlig unverbindlich auf unseren kostenfreien Recherche-Service zurück. Es werden Fragen erarbeitet, weite Teile der Ausschreibung übernommen, potentielle Lösungen strukturiert darstellt und die Kommunikation mit den Anbietern dokumentiert!
  • Prüfen Sie, ob jede Art von Datenmaterial verarbeitet werden kann, wie z.B. strukturierte Datenbankdaten, unstrukturierte Texte, multidimensionale Daten, Multimedia-Material oder Daten in Ton- und Videoform. Dadurch werden Informationslücken vermieden und die Qualität der Entscheidungen verbessert.
  • Fragen Sie auch, ob Multinormenfähigkeit umgesetzt wurde oder zumindest Normen und Regelwerke, die für Ihre Unternehmung relevant sind, mittels der jeweiligen Software realisiert bzw. unterstützt werden können. Hier geht es z.B. um Normen wie PCI DSS (Payment Card Industry Data Security Standard), ISO 9001, ISO 20000, u.a.
  • Erkundigen Sie sich ob die Bewertungsmethoden aktuellen Unternehmensteuerreform Bedingungen bzw. Bestimmungen entsprechen. Die Bewertungsabläufe sollten den IDW-Standards entsprechen und auf aktuelle Bundesfinanzhof-Urteile angepasst sein. Das zusammen ermöglicht Ihnen aktuellere und sicherere Unternehmensbewertungen.
  • Fragen Sie nach, ob auf der Decision Support-Ebene5 mit Hilfe von Data Mining 6 und OLAP 7 die Daten analysiert und ausgewertet werden können.
  • Erkundigen Sie sich, welche Bedingungen bzw. Datenpools für das jeweilige MIS vorliegen müssen bzw. sinnvoll sind. Oft fällt der Begriff Data Warehouse. Dabei ist es wichtig zu wissen, wie das jeweilige Data Warehouse für den Einsatz d.h. als Basis des jeweiligen MIS strukturiert sein muss. Ein Data Warehouse ist eine integrierte, strukturierte und historische Sammlung aller in einem Unternehmen oder Unternehmensbereich vorhandenen Daten. In diesen Datenpool fließen interne und externe Daten ein, die konsolidiert, verdichtet und analysiert werden.
  • Fragen Sie auch, ob Auswertungen für z. B. Bankgespräche, Gesellschafterrunden, Hauptversammlungen, Planung und Budgetierung zu z. B. Produkten, Produktreihen, Kunden und Lieferanten möglich sind.
  • Um Prognosen erstellen zu können, sollte ein Managementinformationssystem auch Daten enthalten, die durch statistische Verfahren gewonnen werden oder durch Schätzungen und Meinungen (eventuell durch Annahmen) ermittelt werden (dabei handelt es sich um sogenannte Plandaten). Lassen Sie sich alle Möglichkeiten erläutern, die eine Zusammenführung und das Vorhaltung von unterschiedlichen statistischen Daten bzw. Auswertungen unterstützen.
  • Achten Sie darauf, dass das MIS in Datenbanksystem, Methodenbanksystem und Modellbanksystem aufgeteilt ist, um die Aktualität, Sicherheit und Konsistenz der Daten, Flexibilität der Methoden und Realitätsnähe der Modelle zu gewährleisten. Diese Teilgebiete des MIS sollten nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern miteinander verbunden sein. 8

1 vgl. auch Janedu UG, Welt der BWL, Betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Kennzahlenanalyse, aufgerufen am 01.09.2017
2 Schrittweises Navigieren in hierarchischen Daten bzw. rein- und rauszoomen mit veschiedenen Aggregierungsfunktionen
3 Das kann z.B. Zielplanung, Analyse- und Prognosemodelle bzw. -techniken sein.
4 vgl. auch IBM Deutschland GmbH, Big Data, aufgerufen am 01.09.2017
5 Entscheidungsfindung wird in zahlreichen Unternehmen von Zuarbeitern vorbereitet, die Unternehmensdaten sammeln und als Entscheidungshilfe aussagekräftig aufbereiten.
6 Data Mining wird die systematische Anwendung statistischer Methoden auf einen bestimmten Datenbestand verstanden, mit dem Ziel, aktuelle bzw. neue Muster zu erkennen. Es geht dabei um die Verwendung von großen Datenmengen.
7 OLAP steht für Online Analytical Processing und zählt ebenso wie das Prinzip des Data Mining zu den Methoden analytischer Informationsverarbeitung bzw. Informationsaufbereitung.
8 vgl. auch Dr. Gudrun Stiller, wirtschaftslexikon24.com, Management-Informations-System (MIS), aufgerufen am 01.9.2017